Darf erst einmal nicht nach Indien: Der A380 von Lufthansa kann nicht wie geplant auf der Strecke nach Delhi eingesetzt werden

Lufthansa fehlt noch GenehmigungA380: Verzögerter Indien-Start

Eigentlich wollte die Lufthansa zum Start des Winterflugplans mit dem Airbus A380 nach Delhi fliegen. Doch das klappte nicht. Es fehlt noch eine Genehmigung.

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Flug LH760 von Frankfurt nach Delhi vom letzten Sonntag hätte eine Premiere sein sollen. Zum ersten Mal sollte ein Airbus A380 von Lufthansa nach Indien fliegen. Doch daraus wurde nichts. Die deutsche Fluglinie muss die Strecke vorderhand weiterhin mit einer Boeing 747-8 bedienen. Zwar habe Lufthansa die grundsätzliche Erlaubnis, den A380 nach Indien einzusetzen, erklärt ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH. «Doch der neue Flugplan ist von den Behörden nicht rechtzeitig bewilligt worden.»

Wegen dieser Verzögerung setzt die deutsche Airline zwischen Frankfurt und Delhi weiterhin das bisherige Fluggerät ein. Derzeit würden sich die Lufthansa, die deutsche Botschaft in Delhi und das Wirtschaftsministerium bemühen, schnellstmöglich die Genehmigung zu bekommen, so der Sprecher. Man rechne in den kommenden Tagen mit einer Lösung des Problems.

Interesse auch an A380-Verbindung nach Mumbai

Die verzögerte Einführung des A380 ist für die Lufthansa nicht nur aus Prestige-Gründen ärgerlich. Sie dürfte auch handfeste finanzielle Nachteile haben. Passen in die Boeing 747-8 362 Passagiere, sind es im A380 526. Davon sitzen acht in der First, 98 in der Business und 420 in der Economy Class.

Ursprünglich wollte Lufthansa mit dem A380 auch Mumbai anfliegen. Allerdings wollte die deutsche Airline den Slot um zwei Uhr morgens – der ist aber schon an Emirates vergeben. Der überlastete Chhatrapati Shivaji International Airport hat nämlich nur einen Parkplatz und eine doppelte Fluggastbrücke, die für den Riesen-Airbus ausreicht. Auch der Slot um Mitternacht ist bereits an Singapore Airlines vergeben. Übrig bleibt also nur der Slot um vier Uhr morgens oder um 22 Uhr. Und das passt Lufthansa gar nicht gut: Der 2-Uhr-Slot würde zeitlich perfekt in Frankfurt ankommen, damit Reisende dort ihre Verbindungen nach Amerika oder Europa bekommen.

Früher war der A380 nicht zugelassen

Fliegt Lufthansa bereits um 22 Uhr lokaler Zeit in Mumbai ab, müssen die Passagiere mehr Zeit in Frankfurt verbringen. Fliegt die Airline erst um vier, verpassen viele Reisende ihre Anschlüsse. Damit hätte die Lufthansa vermutlich das Nachsehen gegenüber vielen europäischen Konkurrenten, die geringere Wartezeiten anbieten. Seit Anfang des Jahres setzt Singapore Airlines den A380 auf den Strecken nach Delhi und Mumbai ein. Emirates fliegt mit dem A380 von Dubai nach Mumbai und soll auch Interesse an einer Verbindung nach Delhi haben. Zuvor war der A380 in Indien nicht zugelassen.

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