Boeing 747-8 von Lufthansa in Frankfurt: Wie geht es weiter im Cockpit?

Offen für Rückkehr zur PPVLufthansa bereut Kündigung von Piloten-Vereinbarung

2021 kündigte Lufthansa ihre Perspektivvereinbarung mit Pilotinnen und Piloten. Nun gesteht das Management einen Fehler ein - und öffnet die Tür für eine Rückkehr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Was geschah in der deutschen Luftfahrt im Oktober 2017? Air Berlin stellte den Betrieb ein, wird wohl die häufigste Antwort auf diese Frage lauten. Doch es geschah noch etwas: Lufthansa und die Vereinigung Cockpit schlossen die Perspektivvereinbarung, kurz PPV.

In dieser PPV sagte das Lufthansa-Management den Pilotinnen und Piloten des Kernkonzerns zu, mit ihnen bis 2022 mindestens 325 Flugzeuge zu bereedern. Bis zu 600 Männer und Frauen sollten zudem bis dahin zu Kapitän:innen geschult und über 700 neue Pilot:innen eingestellt werden. Die PPV regelte zudem auch Vergütungsfragen.

Beiden Seiten mit Kündigungen

Im Dezember 2021 kündigte Lufthansa die Vereinbarung einseitig auf zum 30. Juni 2022. Man werde die Flottenzusage nicht einhalten können, begründete Lufthansa. Im Sommer 2022 sei eine Flotte von 325 Flugzeugen nicht realistisch. Und auch mittelfristig werde man angesichts der schwierigen Marktsituation nicht auf diesen Wert kommen.

In den kommenden sechs Monaten bleibe genug Zeit, um eine Anschlussvereinbarung zu verhandeln, erklärte der Konzern und hielt fest: «Wir rechnen nicht mit Streiks.» Als Reaktion kündigte die Vereinigung Cockpit den Vergütungstarifvertrag zum 30. Juni 2022.

Weg für Streiks ist nun frei

Der Sommer 2022 kam und vor allem die Nachfrage nach Urlaubsreisen kurbelte das Geschäft der Airlines wieder kräftig an. Lufthansa investiert in neue Flugzeuge und braucht Personal in den Cockpits. Im Rahmen der Verhandlungen um die Vergütung haben die Pilotinnen und Piloten in einer Urabstimmung den Weg für Streiks frei gemacht.

Und das Lufthansa-Management gesteht mittlerweile einen Fehler ein, wenn es um die Kündigung der PPV geht. «Wir haben damals - noch mitten in der Omikron-Welle - die Erholung des Flugverkehrs pessimistischer gesehen», sagt Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann in einem konzerninternen Interview. «Dennoch hätten wir statt der Kündigung eine temporäre Lösung verhandeln sollen, wie beispielsweise eine mittelfristige krisenbezogene Absenkung der Flottenzusage. Das wäre besser gewesen.»

Lufthansa wieder offen für PPV

Die Alternative zu den aktuellen Verhandlungen über Vergütungs- und Manteltarifvertrag «ist daher eine Gesamtlösung mit der PPV», so Niggemann. «Wir sind dazu jedenfalls bereit.» Lufthansa zeigt somit Interesse an einer Wiederbelebung oder Neuauflage der Vereinbarung.

Mehr zum Thema

Wahr oder Falsch: Können Sie diese Luftfahrt-Aussagen fact-checken?

Lufthansa-Piloten machen Weg für Streik frei

Flugzeug von Lufthansa: Zu geringe Nachfrage.

Lufthansa kündigt Vereinbarung mit Pilotinnen und Piloten

Flugzeug von Lufthansa: Evakuierungsflüge sind in Vorbereitung.

Nun kündigt Vereinigung Cockpit Vertrag mit Lufthansa

ticker-lufthansa

Lufthansa setzt Verbindung Frankfurt - Turin im Sommer 2027 aus

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack