Flugzeug von Lufthansa: Evakuierungsflüge sind in Vorbereitung.

Nach PPV-AufkündigungNun kündigt Vereinigung Cockpit Vertrag mit Lufthansa

Lufthansa kündigt die Perspektivvereinbarung mit dem Cockpitpersonal auf. Die Vereinigung Cockpit fürchtet Jobverlagerungen und reagiert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Zum 30. Juni 2022 kündigt Lufthansa die Perspektivvereinbarung PPV auf, die sie mit der Vereinigung Cockpit VC 2017 getroffen hatte. Das Lufthansa-Management hatte den Pilotinnen und Piloten des Kernkonzerns darin zugesagt, dass sie bis 2022 mindestens 325 Flugzeuge mit ihnen fliegen wird. Bis zu sechshundert Männer und Frauen sollten bis dahin zu Kapitän:innen geschult und über siebenhundert neue Pilot:innen eingestellt werden.

Nun erklärt Lufthansa jedoch in einem internen Schreiben, die Flottenzusage nicht einhalten zu können. Kommenden Sommer sei eine Flotte von 325 Flugzeugen nicht realistisch. Und auch mittelfristig werde man angesichts der schwierigen Marktsituation nicht auf diesen Wert kommen, heißt es. Man habe zwar auf eine neue Vereinbarung gedrängt, trete in den Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit aber auf der Stelle.

«Genötigt, Vergütungstarifvertrag zu kündigen»

Die Pilot:innengewerkschaft reagiert verärgert. Man habe sich mit Lufthansa einst darauf geeinigt, «dass der Arbeitgeber keine Verschiebung von Arbeitsplätzen vorantreibt», so eine VC-Sprecherin. «Wir interpretieren die Kündigung als ein Verlassen dieses Pfades und somit befürchten wir eine massive Verschiebung unserer Arbeitsplätze auch ins Ausland.»

Man sei auch nicht bereit, eine Verschiebung von Arbeitsplätzen auf anderer Konzernteile zu kompensieren, so die Sprecherin weiter. «Die VC sieht sich nun genötigt, ihrerseits den Vergütungstarifvertrag zu kündigen zum 30. Juni 2022», sagt sie.

Beiden Seiten wollen weiteren Austausch

Lufthansa geht auf den Vorwurf, sie wolle Arbeitsplätze verlagern, nicht ein. Das Unternehmen betont: «Selbstverständlich sind wir an einer Sozialpartnerschaft mit der VC interessiert» Die Flottenzusage habe man gekündigt, da man diese nicht aufrecht erhalten könne angesichts der geringeren Nachfrage. «In den kommenden sechs Monaten bleibt Zeit, um eine Anschlussvereinbarung zu verhandeln», sagt ein Lufthansa-Sprecher.

Die VC-Sprecherin erklärt: «Die Verhandlungen zum Zukunftspakt wurden vorerst abgebrochen. Wir sind aber weiterhin im Austausch mit dem Arbeitgeber und werden uns für das neue Jahr absprechen.» Beide Seiten wollen also noch nicht alle Brücken einreißen.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Lufthansa: Zu geringe Nachfrage.

Lufthansa kündigt Vereinbarung mit Pilotinnen und Piloten

Lufthansa verzichtet erneut auf reale Hauptversammlung

Lufthansa verzichtet erneut auf reale Hauptversammlung

Vereinigung Cockpit fordert Regulierung gegen Billigtickets

Vereinigung Cockpit fordert Regulierung gegen Billigtickets

ticker-lufthansa

Pilotenstreik legt Großteil der Lufthansa-Flüge lahm -Vereinigung Cockpit zufrieden

Video

la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack