A320-200 von Libyan: Bald im Zusammenschluss mit Afriquiyah?

Neuer Anlauf zur Fusion in Libyen

Die angeschlagenen libyschen Fluglinien Afriqiyah und Libyan denken über einen Zusammenschluss nach.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der Krieg hat auch die beiden Fluggesellschaften Libyens schwer mitgenommen: Beim Bombardement auf Tripolis wurden diverse Flugzeuege stark beschädigt, der Flugbetrieb ausgesetzt. «Nach den Kämpfen hatten wir nur noch zwei flugtüchtige Jets übrig», so Rammah Ettir, Chef der 2001 gegründeten nationalen Afriqiyah Airways gegenüber dem französischen Magazin Jeune Afrique. Inzwischen sind wieder fünf Flieger aus der aus der Flotte von insgesamt zwölf Airbus funktionstüchtig. Die Reparaturen unternimmt neben Airbus selbst unter anderem Air France Industries KLM Engineering & Maintenance. «Wir überleben nur mit Hilfen der Regierung», so Ettir.

Genauso schlecht geht es Libyan Airlines, der zweiten staatlichen Fluggesellschaft des Landes. Auch sie verlor einen Flieger während des Krieges, mehrere sind beschädigt. Man habe sehr ähnliche Probleme, so der Afriqiyah-Chef. Für Branchenexperten sind das die logischen Bedingungen, unter denen ein baldiger Zusammenschluss der beiden Anbieter bevorstehen könnte. Laut Tommy Fathi, Chef von of Ajwa Aviation Services, einem Anbieter, der auch den Flughafen in Tripolis bedient, könnte nun die Fusion, die schon seit 2010 in Planung ist, tatsächlich durchgezogen werden. Doch dazu müsse man auch gewisse Einschnitte in Kauf nehmen: «Die Airlines müssen einen Schrumpfkurs in Betracht ziehen. Dazu gehört, die Arbeitskräfte, aber auch die Löhne zu reduzieren». Diese seien zum Teil höher als in Europa.

Flughäfen werden aufgerüstet

Die neue Fluggesellschaft dürfte sich dann darauf konzentrieren, das Touristenpotenzial auszuschöpfen, das bisher ignoriert wurde - hauptsächlich in der Mittelmeerregion. Dafür wird es allerdings auch nötig, die Flughäfen des Landes wieder auf Vordermann zu bringen. In Tripolis ist man schon dabei. Die Arbeiten am Flughafen, welche die Kapazität von drei auf 20 Millionen erhöhen, sollen schon 2012 abgeschlossen werden. Auch die Arbeiten in Benghasi dürften bald wieder aufgenommen werden. Während des Krieges hatte man sie angehalten.

Mehr zum Thema

ticker-afriqiyah-airways

Afriqiyah Airways musste Flugbetrieb stoppen - weil kein Flugzeug betriebsbereit war

ticker-afriqiyah-airways

Afriqiyah Airways kann nur noch mit einem Airbus A320 fliegen

ticker-afriqiyah-airways

Afriqiyah Airways tilgt Schulden und holt Flugzeuge aus dem Ausland zurück

ticker-afriqiyah-airways

Streit um Schuldentilgung für Afriqiyah Airways

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies