Flieger von Lone Star Air: Design bisher nur am Computer erhalten.

Lone Star AirLiberia gründet Nationalairline mit dubiosem Partner

Das kleine afrikanische Land will eine Nationalairline aufbauen. Ob Lone Star wirklich abhebt, ist fraglich - denn ein Partner verspricht seit Jahren viel und hält wenig.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Auf einer Computerskizze besitzt Lone Star Air bereits ein Flugzeug. Die Fluggesellschaft soll die künftige Nationalairline Liberias werden. Anfang dieses Monats gründete der Präsident des afrikanischen Landes in einer Zeremonie am Roberts International Airport in der Hauptstadt Monrovia die Airline offiziell.

Ob die Fluggesellschaft ihren Betrieb tatsächlich mit einer Embraer ERJ 135 startet, wie sie es auf ihrer Webseite ankündigt, ist bislang aber unklar. Noch stehen viele Fragezeichen über dem Projekt aus Liberia. Nach Berichten der Nachrichtenseite Guinee 360 sagt Präsident George Weah, dass Lone Star Air regionale Ziele in Westafrika fliegen wird.

Partner hatte noch nie ein Flugzeug

Der Staatschef nennt Accra, Bissau, Lagos, Dakar, Conakry, Abidjan und Freetown als künftige Destination ab Liberia. Weah beauftrage dafür Liberias Verkehrsministerium sowie Luftfahrtbehörde, den Aufbau der Nationalairline zu unterstützen. Ab wann der Betrieb starten soll und welche Flugzeuge eingesetzt werden, ist bislang vollkommen unklar.

Zweifelhaft lässt das Unterfangen eine Kooperation erscheinen, die Liberias Regierung im Oktober einging. Die ghanaische Fluglinie Goldstar Air soll Lone Star Air beim Aufbau helfen, im Gegenzug darf sie selber ab Liberia fliegen. Dubios dabei: Die Airline besaß in den sechs Jahren seit ihrer Gründung in 2014 selbst noch immer kein einziges Flugzeug oder ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder kurz AOC).

Unrealistische Ankündigungen

Mehrere Vorhaben und Pläne Goldstar Airs über Käufe oder Leasing einiger weniger Flugzeuge versandeten in den vergangenen Jahren. Jüngste Ankündigungen über eine geplante Flottenstärke von 100 Flugzeugen und 90 interkontinentalen Destinationen lassen Zweifel aufkommen. Im Zusammenhang mit den bislang leeren Ankündigen sowie einer schlechten Online-Präsenz wirken sie stark überzogen.

Heikel macht die Kooperation zudem eine Warnung der Luftverkehrsbehörde von Ghana an ihr Pendant in Liberia. Weil bei Goldstar Air «Sicherheitsprobleme» auftreten könnten, riet die ghanaische Behörde im Oktober davon ab, Goldstar Air einen Flugbetrieb in Liberia zu gestatten, wie die Narichtenseite Frontpage Africa berichtet.

Mehr zum Thema

Embraer E145 von Mwant Jet: Bald mit Passagieren in der Luft.

Ehemaliger Swiss-Flieger startet in Zentralafrika

Blick auf den Sahel von Westen aus: Die Länder wollen die Luftfahrt voranbringen.

Fünf afrikanische Länder wollen ihre Himmel öffnen

Türkischer Außenminister Çavusoglu und Amtskollegin Barbosa aus Guinea-Bissau: Das Kooperationsabkommen sieht auch Bau eines Flughafens vor.

Türkei baut neuen Flughafen in Afrika

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg