Flieger von Lone Star Air: Design bisher nur am Computer erhalten.

Lone Star AirLiberia gründet Nationalairline mit dubiosem Partner

Das kleine afrikanische Land will eine Nationalairline aufbauen. Ob Lone Star wirklich abhebt, ist fraglich - denn ein Partner verspricht seit Jahren viel und hält wenig.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auf einer Computerskizze besitzt Lone Star Air bereits ein Flugzeug. Die Fluggesellschaft soll die künftige Nationalairline Liberias werden. Anfang dieses Monats gründete der Präsident des afrikanischen Landes in einer Zeremonie am Roberts International Airport in der Hauptstadt Monrovia die Airline offiziell.

Ob die Fluggesellschaft ihren Betrieb tatsächlich mit einer Embraer ERJ 135 startet, wie sie es auf ihrer Webseite ankündigt, ist bislang aber unklar. Noch stehen viele Fragezeichen über dem Projekt aus Liberia. Nach Berichten der Nachrichtenseite Guinee 360 sagt Präsident George Weah, dass Lone Star Air regionale Ziele in Westafrika fliegen wird.

Partner hatte noch nie ein Flugzeug

Der Staatschef nennt Accra, Bissau, Lagos, Dakar, Conakry, Abidjan und Freetown als künftige Destination ab Liberia. Weah beauftrage dafür Liberias Verkehrsministerium sowie Luftfahrtbehörde, den Aufbau der Nationalairline zu unterstützen. Ab wann der Betrieb starten soll und welche Flugzeuge eingesetzt werden, ist bislang vollkommen unklar.

Zweifelhaft lässt das Unterfangen eine Kooperation erscheinen, die Liberias Regierung im Oktober einging. Die ghanaische Fluglinie Goldstar Air soll Lone Star Air beim Aufbau helfen, im Gegenzug darf sie selber ab Liberia fliegen. Dubios dabei: Die Airline besaß in den sechs Jahren seit ihrer Gründung in 2014 selbst noch immer kein einziges Flugzeug oder ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder kurz AOC).

Unrealistische Ankündigungen

Mehrere Vorhaben und Pläne Goldstar Airs über Käufe oder Leasing einiger weniger Flugzeuge versandeten in den vergangenen Jahren. Jüngste Ankündigungen über eine geplante Flottenstärke von 100 Flugzeugen und 90 interkontinentalen Destinationen lassen Zweifel aufkommen. Im Zusammenhang mit den bislang leeren Ankündigen sowie einer schlechten Online-Präsenz wirken sie stark überzogen.

Heikel macht die Kooperation zudem eine Warnung der Luftverkehrsbehörde von Ghana an ihr Pendant in Liberia. Weil bei Goldstar Air «Sicherheitsprobleme» auftreten könnten, riet die ghanaische Behörde im Oktober davon ab, Goldstar Air einen Flugbetrieb in Liberia zu gestatten, wie die Narichtenseite Frontpage Africa berichtet.

Mehr zum Thema

Embraer E145 von Mwant Jet: Bald mit Passagieren in der Luft.

Ehemaliger Swiss-Flieger startet in Zentralafrika

Blick auf den Sahel von Westen aus: Die Länder wollen die Luftfahrt voranbringen.

Fünf afrikanische Länder wollen ihre Himmel öffnen

Türkischer Außenminister Çavusoglu und Amtskollegin Barbosa aus Guinea-Bissau: Das Kooperationsabkommen sieht auch Bau eines Flughafens vor.

Türkei baut neuen Flughafen in Afrika

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack