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Zum 50-jährigen Jubiläum

Letzte Concorde bekommt Nasen-OP

Ein typisches Markenzeichen der Concorde war ihre Klappnase. Diese Funktion soll das letzte gebaute Exemplar zum 50. Jungfernflug-Jubiläum wieder erhalten.

Am 2. März 1969 absolvierte die Concorde in Toulouse ihren Jungfernflug. Eine Woche später, am 9. April, hob der Überschallflieger zum ersten Mal in Großbritannien ab. Diese beiden 50-jährigen Jubiläen will das Museum Aerospace Bristol im Südwesten Englands würdig begehen. Denn seit Herbst 2017 ist eine Concorde der Star der Ausstellung. Der Jet mit der Seriennummer 216 war die letzte Concorde, die gebaut wurde. Sie absolvierte auch den letzten Concorde-Flug am 26. November 2003 von Heathrow nach Filton.

Allerdings hat der Flieger einen Schönheitsfehler: Die absenkbare Nase wurde nicht mehr benutzt, seitdem das Flugzeug außer Betrieb ging. Die Hydraulikflüssigkeit wurde abgelassen. Jetzt will das Museum die charakteristische Funktion wieder herstellen.

Klappnase für bessere Sicht

«Wir haben unter dem Flugzeugboden neue Kabel verlegt, um einen Transformator zu versorgen, der die Spannung auf 28 Volt bringt», erklärt das Museum auf seiner Webseite. So könnten die ursprünglichen Bedienelemente des Flugzeuges wieder genutzt werden, um die Nase zu senken und zu heben. Zudem müsse man hydraulischen Druck von umgerechnet rund 207 Bar erzeugen, heißt es weiter. Die Firma Zeus Hydratech stellt dafür eine Motor-und-Pumpen-System zur Verfügung. Dies wird im Bugradschacht verbaut, um eine einfache Anbindung an den bestehenden Hydraulikkreislauf zu ermöglichen.

Die Concorde hatte eine absenkbare Nase, um die Sicht der Piloten im Landeanflug zu verbessern. Denn der britisch-französische Überschalljet ist ein sogenannter Deltaflügler. Je langsamer solch ein Flugzeug wird, desto schräger muss es sich gegen den Luftstrom stellen, um genug Auftrieb erzeugen zu können. So brauchte die Concorde die Klappnase, damit die Piloten bei langsamen Geschwindigkeiten genug Sicht nach vorne hatten.



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