Crew von Lauda: Die Corona-Krise verschlimmert die Lage der Fluglinie.

Schlechtere ArbeitsbedingungenLauda-Chefs stellen Angestellten ein Ultimatum

Die Führung der Billigairline fordert Lohneinbußen, Spesenverzicht und Weiteres von den Angestellten. Sonst übernehmen andere Töchter die Flüge von Lauda.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Lauda ging es schon vor der Corona-Krise schlecht. 139,5 Millionen Euro Verlust flog die österreichische Billigairline in ihrem ersten Geschäftsjahr ein, im zweiten wollte sie ein kleines Minus oder ein schwarze Null erreichen, musste aber die Prognose immer wieder nach unten korrigieren - zuletzt auf einen Fehlbetrag von 90 Millionen Euro. Deshalb startete sie im Januar ein dringendes Sparprogramm.

Doch dann kam die Corona-Krise und die Ryanair-Tochter musste ihre Flüge stoppen. Dadurch verschlimmert sich ihre Lage noch weiter. Das Management von Lauda fordert von den Angestellten deshalb noch mehr Verzicht. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen: Piloten sollen eine Lohnkürzung von 15 Prozent, Flugbegleiter eine solche von 5 Prozent akzeptieren.

Kündigungen Ende Mai

Damit ist es nicht getan. Die Ko-Chefs Andreas Gruber und David O'Brien fordern eine weitgehende Anpassung des Tarifvertrages. Sie kündigen in einem Schreiben an die Angestellten auch an, dass alle indirekten Spesen gestrichen, Lohnuntergrenzen aufgegeben, bestehende Lohnklassen annulliert, Privilegien aus Vor-Niki-Zeiten gestrichen und andere Ineffizienzen beseitigt werden sollen. Im Gegenzug würden die Einsatzpläne und Zahlungen für absolvierte Flüge verbessert.

Viel Zeit lassen die Chefs den Angestellten und der Gewerkschaft Vida als ihre Vertretung nicht. Bis zum 21. Mai müsse man das Einverständnis für die Änderungen haben, schreiben sie. Wenn das nicht passiere, sehe man sich gezwungen, Ende Mai die Wiener Basis zu schließen. Alle Piloten und Flugbegleitern würden dann unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gekündigt.

Nicht das erste Mal

Aufgeben will Ryanair Wien nicht. Man könne zum einen die bereits in Wien stationierte Boeing 737 von Ryanair nutzen, um Flüge ab der österreichischen Hauptstadt anzubieten und andererseits viele Strecken vom anderen Ende aus anbieten. Wien - Barcelona würde dann beispielsweise von Crews aus Spanien bedient.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lauda und Ryanair den Wiener Angestellten drohen. Mehrmals brachten sie das Szenario ins Spiel, dass andere Tochterfirmen wie Buzz aus Polen oder Malta Air die Flüge ab Wien übernehmen könnten. Bis zur Veröffentlichung des Artikels nahm Lauda keine Stellung zur Sachlage.

Mehr zum Thema

<strong>Lauda Europe</strong> schafft nur magere <strong>29 Punkte</strong>.

Lauda startet dringendes Sparprogramm

Über den ganzen Rumpf zieht sich eine rote Linie.

Lauda droht Mitarbeitern mit Ryanair-Basis in Wien

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier