<strong>Lauda Europe</strong> schafft nur magere <strong>29 Punkte</strong>.

Zwei Millionen Verlust pro WocheLauda startet dringendes Sparprogramm

Die österreichische Ryanair-Tochter verfehlt ihr bereits korrigiertes Ergebnisziel. Derzeit verliert Lauda fast zwei Millionen Euro pro Woche und startet deshalb ein Sparprogramm.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Zumindest eine Konstante zieht sich durch die noch junge Geschichte von Lauda. Trotz steigenden Passagierzahlen und rasantem Flottenausbau wurde bisher noch jedes Budget verfehlt. Im ersten Geschäftsjahr rechnete die Mutter Ryanair für ihre österreichische Tochter ursprünglich mit einem Verlust von 100 Millionen. In Tat und Wahrheit betrug das Minus 2018/19 dann 139,5 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr 2019/20, das Ende März zu Ende gehen wird, prognostizierte man in Dublin zuerst eine starke Verbesserung auf minus 50 bis 0 Millionen. Doch schon vergangenen Oktober musste das Management diese Vorhersage korrigieren. Man werde wohl zwischen 70 und 75 Millionen Euro verlieren, hieß es damals. Auch das war noch zu optimistisch. Der Verlust werde rund 90 Millionen betragen, teilt Lauda-Chef Andreas Gruber vergangene Woche in einem Brief an die Angestellten mit, der aeroTELEGRAPH vorliegt.

Keine Lohnerhöhungen

Für die Verschlechterung der Resultate macht Gruber die schwierigen Verhältnisse in den zwei Hauptmärkten Österreich und Deutschland verantwortlich. Der Preiskampf mit Eurowings und Austrian Airlines führe dazu, dass die durchschnittlichen Ticketerlöse rund 15 Euro tiefer seien als budgetiert. Daher verliere man aktuell «beinahe zwei Millionen Euro pro Woche». Im Oktober hatte Ryanair-Chef Michael O’Leary noch von einem wöchentlichen Minus von einer Million bei Lauda gesprochen.

Weil die Resultate so schlecht sind, kündigt Gruber dem Personal von Lauda ein dringendes Sparprogramm an. Zum einen wird der aktuelle Tarifvertrag für alle Neuanstellungen ab dem 1. Januar außer Kraft gesetzt. Zum anderen wird es zum 1. April keine Lohnerhöhungen geben.

Alle Kosten unter der Lupe

Auch das reicht aber noch nicht. Per sofort nehme man alle Kosten im Unternehmen unter die Lupe, so Gruber. Alle Ausgaben, die nicht nötig seien, um die Passagiere «sicher, zuverlässig und pünktlich» zu ihrem Ziel zu bringen, würden reduziert oder eliminiert, so der Lauda-Chef im Schreiben. Die aktuellen Verluste würden von Ryanair übernommen, aber das könne nicht auf ewig so weitergehen, begründet er.

Trotz der Schwierigkeiten plane man weiterhin, die Lauda-Flotte auf 38 Flugzeuge zu vergrößern, 300 neue Piloten und Flugbegleiter anzustellen und die Basen in Wien, Palma und Zadar auszubauen, so Gruber weiter. Gleichzeitig versuche man, die Basen in Düsseldorf und Stuttgart halten - gegen die aggressive Konkurrenz der Lufthansa-Töchter, die nach Aussagen des Lauda-Chefs nicht-kostendeckende Preise anböten. Um das zu erreichen, müsse man aber zusammenarbeiten, beschwört Gruber sein Team.

Mehr zum Thema

Lauda-Jet in Wien: Viel vor, aber noch großer Verlust.

Lauda verliert jede Woche eine Million

Auf der Heckflosse ist ein großes L zu sehen. Die Winglets werden rot.

Laudamotion erwartet 2019 maximal 50 Millionen Verlust

Über den ganzen Rumpf zieht sich eine rote Linie.

Lauda droht Mitarbeitern mit Ryanair-Basis in Wien

ticker-ryanair

Ryanair ändert nach Kritik Sitzplatzregelung für Familien

Video

Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
bundeswehr luftwaffe airbus a400 m venezuela hilfe 02
Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.
Timo Nowack
Timo Nowack