Eine Embraer E190 von LAM, hier zu sehen 2012: Wieder gewünscht.

Einst ausgeflottetLAM Mozambique Airlines will wieder Embraer E190

Ein Absturz, eine Korruptionsklage, schließlich die Ausflottung. Die Embraer E190 hat bei LAM Mozambique Airlines schwierige Zeiten erlebt. Doch nun soll sie zurückkehren.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

LAM Mozambique Airlines und Flugzeuge von Embraer - das ist keine einfache Geschichte. 2013 verunglückte eine E190 der nationalen Fluggesellschaft, wobei 33 Menschen starben. Schon ein vorläufiger Untersuchungsbericht 2013 zeigte, dass der Kapitän die Maschine wohl absichtlich abstürzen ließ, während der Kopilot aus dem Cockpit ausgesperrt war.

Der Abschlussbericht, der im Jahr 2016 erschien, nannte dann als Grund für den Absturz des Flugzeuges: «Die Eingaben in die automatischen Flugsysteme durch die Person, bei der es sich vermutlich um den Kapitän handelte und die allein im Cockpit blieb, als die Person, bei der es sich vermutlich um den Kopiloten handelte, darum bat, auf die Toilette zu gehen, führten dazu, dass das Flugzeug vom Reiseflug abkam und in einen anhaltenden kontrollierten Sinkflug überging und anschließend mit dem Boden kollidierte.»

LAM will wieder Embraer E190 ...

2021 erhielt die Airline vom Verkehrsministerium die Anweisung, ihre beiden verbliebenen Embraer E190 zu verkaufen, die schon seit Mitte 2019 nicht mehr flogen. Die Begründung: Flugzeuge von zwei Herstellern, Boeing und De Havilland, würden ausreichen.

Ebenfalls 2021 wurden der Ex-Verkehrsminister von Mosambik sowie ein Geschäftsmann wegen Korruption bei einer Embraer-Anschaffung von LAM im Jahr 2009 verurteilt. All das klingt nicht, als hätten Embraer-Jets gute Chancen auf eine Rückkehr bei LAM.

... und weitere Boeing 737-700

Heute besteht die Flotte der ostafrikanischen Fluggesellschaft aus einer Boeing 737-700 sowie drei De Havilland Canada Dash 8-400. Doch dabei soll es nicht bleiben - denn LAM Mozambique Airlines will sich wieder Embraer E190 beschaffen.

Bis zum 6. Februar lief eine Ausschreibung der Fluglinie, mit der sie Angebote für die Anschaffung von Embraer E190 sowie Boeing 737-700 einholte. Um wie viele Jets es geht, ist in der Ausschreibung, die aeroTELEGRAPH vorliegt, nicht genannt. Gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa sagte ein Informant, die Anzahl hänge von den Angeboten ab.

Die aktuelle Flotte

Die Boeing 737-700 von LAM, im Portugiesischen Linhas Aéreas de Moçambique, hat 120 Plätze in der Economy Class und zwölf Business Class. Eine Dash 8-400 hat 74 Economy-Class-Sitze, die beiden anderen haben je 76 Sitzen. Die Embraer E190 verfügten früher über 85 Plätze in der Economy Class und neun in der Business Class.

Mehr zum Thema

LAM Mozambique Airlines und Boeing streiten sich um 4,5 Millionen

LAM Mozambique Airlines und Boeing streiten sich um 4,5 Millionen

LAM Mozambique Airlines verkauft ihre Embraer E190

LAM Mozambique Airlines verkauft ihre Embraer E190

LAM Mozambique Airlines: Verurteilungen wegen Korruption bei Kauf von Embraer-Jets

LAM Mozambique Airlines: Verurteilungen wegen Korruption bei Kauf von Embraer-Jets

Boeing 777 von Euro Atlantic Airways: Flog auch für LAM.

Euro Atlantic Airways droht LAM wegen «erheblichen Schulden» mit Klage

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier