Strasse in Havanna: Kubas Regierung will Geld von Airlines

Kuba stoppt Flüge aus den USA

Charterflüge aus den USA nach Kuba sind beliebt. Nun entzog der Inselstaat just vor der Weihnachtssaison zwei wichtigsten US-Anbietern die Lizenz.

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Diplomatische Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba gibt es keine. Und das 1960 eingeführte Embargo der USA gegen den kommunistischen Inselstaat ist immer noch in Kraft. Kubas Außenminister Perez Roque nannte die Blockade einmal einen «Akt des Genozides». Erst die Regierung unter Präsident Barack Obama begann im vergangenen Jahr, die Beschränkungen deutlich zu lockern. Zwar dürfen amerikanische Touristen weiter nicht einfach so in das Land reisen. Doch die Exilkubaner in den Vereinigten Staaten dürfen nun seit kurzem ihre Verwandten zu Hause auf der Insel besuchen. Charterflüge sind erlaubt.

Diverse Anbieter machten seither ein gutes Geschäft mit den Verbindungen zwischen den USA und Kuba. Die meisten von ihnen starten ihre Flüge in Florida, wo die meisten Exilkubaner leben. Doch nun entzog Kuba zwei amerikanischen Charter-Airlines überraschend die Lizenz, wie die Zeitung Miami Herald berichtet. Die Regierung in Havanna erklärte die Erlaubnis von Airline Brokers und C&T Charters für ungültig. Sie dürfen nun ab sofort keine Flüge mehr nach Kuba anbieten. «Ab dem 26. November können wir keine Charterflüge mehr von Miami und Fort Lauderdale nach Havanna anbieten», teilt etwa Airline Brokers auf ihrer Homepage mit. C&T Charters bot von Miami, Key West in Florida und New York aus Flüge nach Kuba an.

Viele betroffen

Für die Luftfahrt-Lizenzen ist Havanatur zuständig. Man habe den Markt evaluiert und sich in der Folge zu dem Schritt des Lizenzentzuges entschieden, heißt es auf der Webseite der staatlichen Behörde. Der genaue Grund ist noch nicht bekannt. Laut Medienberichten könnten Zahlungsprobleme ein möglicher Auslöser sein. «Beide Airlines schulden der Regierung Millionen», berichtet etwa der als regierungsnah geltende Blog Yohandry. Von den beiden amerikanischen Airlines gab es zu dem Thema keine Stellungnahmen.

Die Maßnahme kommt zur Unzeit. Wie der Miami Herald weiter berichtet, reisten im vergangenen Jahr 300'000 in den USA lebende Kubaner in ihre alte Heimat. Gerade in der kommenden Weihnachtszeit wären sie besonders auf die Charterflüge angewiesen. Airline Brokers und C&T Charters sind zwei der größten Anbieter im Markt für Kuba-Flüge. Man befinde sich nun aber in Verhandlungen, um das Problem zu lösen, berichten Medien.

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