A380 von Korean Air: Der Pilot lud nordkoreanische Propaganda auf Netz.

Linienpilot ein Spion?

Südkoreas Behörden verhafteten einen Flugkapitän von Korean Air, weil er nordkoreanische Propaganda verbreitet haben soll.

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Im Internet nannte er sich Kim. Und dieser Kim lud im Jahr 2006 über 60 Artikel und Videos aufs Netz, welche die Regierung in Seoul kritisierten und Pjöngjang das Wort redeten. Nun wurde dieser Kim verhaftet. Dies berichten lokale Medien. Verbreitung und Konsum von nordkoreanischer Propaganda ist der Bevölkerung in Südkorea gemäß dem nationalen Sicherheitsgesetz verboten. Kürzlich wurde etwa ein Webseitenbetreiber zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.

Kim stellte sich in der Folge als Linienpilot von Korean Air heraus. Die Polizei nahm dem 45-Jährigen daher nicht nur den Pass ab und setzte ihn in Haft. Sie forderte Kims Arbeitgeber auch auf, den ertappten Angestellten auch nicht mehr arbeiten zu lassen. «Es besteht das Risiko, dass er ein Flugzeug nach Nordkorea steuert», so ein Polizeisprecher gegenüber der Zeitung Korean Times.

Harte Verhöre

Ex-Pilot Kim wird nun intensiven Verhören unterzogen. Dabei soll herausgefunden werden, ob der Angestellte von Korean Air auch offline aktiv war. Die Behörden wollen wissen, ob er Kontakte zu nordkoreanischen Spionen hatte oder sich mit Südkoreanern austauschte, die Sympathien gegenüber dem kommunistischen Nachbarn hegen.

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