Boeing-747-Frachter von KLM: In die Jahre gekommen.

KLM-Frachter in ZimbabweBoeing 747 verliert bei Landung riesiges Flügelteil

Ein Frachter von KLM verlor im Anflug auf den Airport Harare eine Landeklappe. Ähnliche Vorfälle mit Boeing 747 sind aus Frankfurt bestens bekannt.

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Es passierte beim Anflug auf Harare. Rund acht Kilometer vor der Piste des Robert Gabriel Mugabe International Airport verlor eine Boeing 747-400 F von KLM Cargo am Montag (8. Juli) plötzlich etwas. Wie sich später herausstellte, hatte sich über dem Städtchen Chitungwiza eine Landeklappe gelöst.

Der Frachtflieger, der von der KLM-Tochter Martinair für KLM Cargo betrieben wird, war aus Johannesburg gekommen. Er landete sicher in Harare. Die Civil Aviation Authority of Zimbabwe CAAZ bestätigte den Zwischenfall mit dem Jumbo-Jet mit dem Kennzeichen PH-CKA ebenso wie die niederländische Fluglinie. Es sei richtig, dass die Boeing 747 vor der Landung in Harare eine Landeklappe verloren habe, so eine Sprecherin.

«Haus um Haaresbreite verfehlt»

«Die Crew war in der Lage, das Flugzeug sicher zu landen.» Soweit man wisse, habe das Teil keine Schäden verursacht, so die Sprecherin weiter. Untersuchungen zu dem Zwischenfall seien angelaufen. Gegenüber der Zeitung Zimbabwe Morning Post sagte ein Zeuge aus Chitungwiza, er habe ein lautes Geräusch gehört. Dann habe seine Tochter erzählt, dass Metallteile vom Himmel gefallen seien. «Zum Glück wurde das Haus meines Nachbarn um Haaresbreite verfehlt und niemand wurde verletzt», so ein weiterer Anwohner.

Im September 2018 hatte eine 747-400 F der türkischen ACT Airlines in Frankfurt eine Landeklappe verloren. Gründe, warum die rund acht Mal ein Meter große Landeklappe abfiel, nannte das deutsche Bundesamt für Flugunfalluntersuchung in einem Zwischenbericht nicht. Jedoch machten die Ermittler darauf aufmerksam, dass es in bereits zu zwei ähnlichen Vorfällen mit Boeing 747-400 F in Frankfurt gekommen ist.

Ähnliche Vorfälle in Frankfurt

So verlor im Jahr 2009 eine Jumbo-Jet der südkoreanischen Asiana Cargo eine linke Landeklappe, als die Piloten sie beim Anflug auf Frankfurt in einer Höhe von ungefähr 400 Metern ausfahren wollten. Ähnlich geschah es im Jahr 2014, als bei einer Boeing 747 von Korean Air Cargo ebenfalls Teile der linken Auftriebshilfen abfielen, als die Piloten diese im Landeanflug betätigten. Laut den BFU-Ermittlern waren es damals Montage-Fehler und fehlerhafte Schmierungen für das Abfallen der Flügelteile verantwortlich.

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