Fokker 70 von KLM Cityhopper: Bald mehr Arbeit.

KLM stärkt Cityhopper

Um Millionen zu sparen, lagert die Airline ihre Europaflüge an die Tochter Cityhopper aus. KLM tut damit, was schon viele vor ihr machten.

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Bei Alitalia zog sich Air France-KLM elegant aus der Affäre. Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern weigerte sich im November, nochmals Geld einzuschießen. Er ließ so seinen Anteil an der italienischen Fluglinie markant sinken - und damit seine Verantwortung. Kein Wunder: Air France-KLM muss selbst sparen. Im Frühjahr lancierte das Management unter Vorstandsvorsitzender Alexandre de Juniac den Plan Transform 2015. Rund zwei Milliarden Euro sollen die Kosten bis 2015 sinken.

Auch bei KLM wird das Messer angesetzt. Die niederländische Nationalairline will die Betriebskosten um 20 Millionen Euro senken. Deshalb plant die Fluggesellschaft nun die Auslagerung des Europaverkehrs an KLM Cityhopper. Das Personal der Tochtergesellschaft wird schlechter bezahlt und besitzt auch weniger gute Konditionen, etwa was die Anzahl der Freitage betrifft. Dies ist eine Folge der geplatzten Gespräche mit den Gewerkschaften über Einsparungen.

KLM setzt Maßnahme bis 2019 um

Man biete bei Cityhopper «menschenwürdige Arbeitsbedingungen», erklärte KLM-Personalchef Aart Slagt. Auch der Passagier werde nichts merken. Das Serviceniveau sei bei Cityhopper gleich hoch und die Flugzeuge und die Piloten blieben die gleichen. Die Überführung soll bis 2019 geschehen.

KLM geht damit den Weg, den bereits viele andere Fluggesellschaften gingen. Austrian lagerte Personal kürzlich an die Tochter Tyrolean aus, Swiss in ihrer grössten Krisenzeit an die Regionaltochter Swiss European und die Lufthansa ging den Umweg über die Stärkung der Billigtochter Germanwings.

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