Flugzeug von Air New Zealand: die Flotte soll sich verändern.

Air New ZealandKiwis schauen sich A350, 777 und Dreamliner an

Airbus und Boeing könnten einen Auftrag für Langstreckenflieger bei Air New Zealand ergattern. Es geht um Nachfolger für die Boeing 777-200 der Fluglinie.

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Air New Zealand ist dabei, Nachfolger für ihre Boeing 777-200 zu suchen. Airline-Chef Christopher Luxon sagte gegenüber der Zeitung New Zealand Herald, man habe bereits Informationen bei den beiden weltgrößten Herstellern angefragt. «Bei Airbus gibt es einige Kandidaten - der A350 ist ein Flugzeug von Interesse», so Luxon. «Ebenso die 787-10», sagte er mit Blick auf Boeing. Auch die 777X wolle man «verstehen».

Der Zeitung zufolge könnten Airbus und Boeing im kommenden Jahr Air New Zealand Angebote unterbreiten. Zurzeit ist bei der Fluggesellschaft aber offenbar noch vieles nicht entschieden. Die Routenplaner arbeiten demnach noch daran, wo es hingehen soll und welche Flugzeuge in welcher Konfiguration dafür nötig sind. Laut New Zealand Herald erwägt die Airline etwa Nonstop-Flüge nach New York oder São Paulo. Wichtig sei herauszufinden, wo man in 10 bis 15 Jahren hin wolle, sagte Luxon und nannte auch die Option, Australier über Neuseeland an die Ostküste von Nord- und Südamerika zu bringen.

Vor und Nachteile abwägen

Die Fluglinie hat acht Boeing 777-200 in der Flotte, die erste davon startete im Jahr 2005 für Air New Zealand. Im Schnitt sind die Flugzeuge knapp unter zwölf Jahren alt. Airline-Chef Luxon erklärte, es sei ein langer Entscheidungsprozess, aber man müsse ein tiefes Verständnis davon erlangen, was die Vor- und Nachteile eines jeden Musters seien, etwa mit Blick auf Treibstoffverbrauch, Sitzanzahl sowie Economy- und Premium-Aufteilung.

Die Distanz von Auckland nach New York beträgt rund 14.200 Kilometer. Der gerade zum ersten Mal ausgelieferte A350-1000 bringt es laut Airbus auf eine Reichweite von 14.750 Kilometer, der -900 auf 15.000 und der -800 auf 15.270. Airbus arbeitet zudem an einer Ultra-Langstrecken-Variante des A350-900, die in der Lage sein soll, 17.960 Kilometer am Stück zu fliegen. Boeings 787-10 Dreamliner, den der US-Hersteller bald zum ersten Mal ausliefern will, ist dagegen nur für bis zu 11.910 Kilometer ausgelegt. Die Boeing 777X soll in der Variante 777-8 eine Reichweite von 16.110 Kilometern bieten, als 777-9 nur 14.075.

Auch Qantas schaut sich um

Neben den acht Boeing 777-200 hat Air New Zealand auch sieben 777-300 in der Flotte. Elf 787-9 sind ebenfalls vertreten und zwei weitere bestellt. Von Airbus fliegt die Airline 30 A320. Außerdem ist eine A320/A321-Neo-Order über dreizehn Maschinen noch offen. Dazu kommen Propellermaschinen der Typen ATR72 und Q300.

Auch Qantas interessiert sich für den Airbus A350 und eine möglichen Variante der Boeing 777X. Die Australier wollen nonstop von Sydney nach London und New York fliegen.

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