Airbus von Kingfisher: Ein Großteil der Flotte muss am Boden bleiben.

Kingfisher: Kein Kerosin, keine Iata

Zwei drastische Rückschläge musste die indische Airline dieser Tage wegstecken. Der Kampf ums Überleben wird immer härter.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Langsam sieht es wirklich nicht mehr so aus, als könnte Kingfisher Airlines den Kopf noch selbst aus der Schlinge ziehen. Am Mittwoch (7. März) erlitt die angeschlagene Fluggesellschaft des indischen Milliardärs Vijay Mallya gleich zwei Rückschläge. Die Iata warf die Airline aus ihrem Abrechnungssystem, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnte. Das geschah schon zum zweiten Mal in etwas mehr als einem Monat, berichtet die Zeitung Times of India. Beim ersten Mal hatte der internationale Luftfahrtverband Kingfisher innerhalb von zehn Tagen wieder aufgenommen. Wie lange es nun dauern wird, ist nicht klar. Sobald die Fluglinie die nötigen Bedingungen wieder erfülle und zahlen könne, werde man sie wieder aufnehmen, heißt es bei der Iata.

Noch Ende Februar hatte Vijay Mallya ziemlichen Optimismus verbreitet. Man habe nun endlich Investoren gefunden, die Kingfisher aus der Krise helfen wollen, hatte er verkündet. Gleich zwei Investoren hätten Interesse daran, wie die indische Finanzzeitung Economic Times berichtet. Es handele sich dabei um zwei große indische Unternehmen. Zwischenzeitlich wurden auch Iberia- und British-Airways-Dachgesellschaft IAG und Etihad als Interessenten herum geboten. Es ging um einen Anteil von insgesamt 24 Prozent an der maroden Airline. Doch die Firmen dürften sich ihre Entscheidung nun noch einmal genau überlegen.

Ölfirmen beliefern nicht mehr

Denn zusätzlich zur Sperre der Iata haben offenbar auch Ölfirmen nun aufgehört, die Airline zu beliefern. Wie der Fernsehsender NDTV berichtet, seien sieben Flüge am Mittwoch in Mumbai am Boden geblieben, weil sie keinen Treibstoff erhalten hätten. Laut der Zeitung Hindustan Times bestätigte der Mineralölriese Hindustan Petroleum Corporation, dass man die Lieferungen an Kingfisher gestoppt habe, da die Fluggesellschaft nicht mehr zahle.

Für die Passagiere ist das nur ein weiteres Ärgernis unter vielen. Von der 64 Flieger zählenden Flotte sind momentan ohnehin nur 28 im Einsatz. Da die indische Luftfahrtbehörde DCGA befürchtet hatte, dass die Zahlungsunfähigkeit auch Wartung und Reparatur der Flugzeuge beeinträchtigt, musste Kingfisher kürzlich einen Großteil der Flotte grounden. Die Anzahl der Flüge hatte sich dadurch mehr als halbiert. Auch das Personal trat am vor drei Wochen spontan in Streik, da es seit zwei Monaten keinen Lohn erhalten hatte. Dadurch fielen zahlreiche Flüge aus.

Mehr zum Thema

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Dassault Rafale C der Indian Air Force: Die Armee will sich modernisieren.

Indiens Milliarden-Poker um eine schlagkräftigere Luftwaffe

ticker-indien

Lockheed Martin, Embraer oder Airbus? Indien will 60 neue Militärtransporter

ticker-star-air

Flughafen Solapur erhält ab August wieder Star-Air-Flüge nach Mumbai

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack