Airbus von Kingfisher: Ein Großteil der Flotte muss am Boden bleiben.

Kingfisher: Kein Kerosin, keine Iata

Zwei drastische Rückschläge musste die indische Airline dieser Tage wegstecken. Der Kampf ums Überleben wird immer härter.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Langsam sieht es wirklich nicht mehr so aus, als könnte Kingfisher Airlines den Kopf noch selbst aus der Schlinge ziehen. Am Mittwoch (7. März) erlitt die angeschlagene Fluggesellschaft des indischen Milliardärs Vijay Mallya gleich zwei Rückschläge. Die Iata warf die Airline aus ihrem Abrechnungssystem, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnte. Das geschah schon zum zweiten Mal in etwas mehr als einem Monat, berichtet die Zeitung Times of India. Beim ersten Mal hatte der internationale Luftfahrtverband Kingfisher innerhalb von zehn Tagen wieder aufgenommen. Wie lange es nun dauern wird, ist nicht klar. Sobald die Fluglinie die nötigen Bedingungen wieder erfülle und zahlen könne, werde man sie wieder aufnehmen, heißt es bei der Iata.

Noch Ende Februar hatte Vijay Mallya ziemlichen Optimismus verbreitet. Man habe nun endlich Investoren gefunden, die Kingfisher aus der Krise helfen wollen, hatte er verkündet. Gleich zwei Investoren hätten Interesse daran, wie die indische Finanzzeitung Economic Times berichtet. Es handele sich dabei um zwei große indische Unternehmen. Zwischenzeitlich wurden auch Iberia- und British-Airways-Dachgesellschaft IAG und Etihad als Interessenten herum geboten. Es ging um einen Anteil von insgesamt 24 Prozent an der maroden Airline. Doch die Firmen dürften sich ihre Entscheidung nun noch einmal genau überlegen.

Ölfirmen beliefern nicht mehr

Denn zusätzlich zur Sperre der Iata haben offenbar auch Ölfirmen nun aufgehört, die Airline zu beliefern. Wie der Fernsehsender NDTV berichtet, seien sieben Flüge am Mittwoch in Mumbai am Boden geblieben, weil sie keinen Treibstoff erhalten hätten. Laut der Zeitung Hindustan Times bestätigte der Mineralölriese Hindustan Petroleum Corporation, dass man die Lieferungen an Kingfisher gestoppt habe, da die Fluggesellschaft nicht mehr zahle.

Für die Passagiere ist das nur ein weiteres Ärgernis unter vielen. Von der 64 Flieger zählenden Flotte sind momentan ohnehin nur 28 im Einsatz. Da die indische Luftfahrtbehörde DCGA befürchtet hatte, dass die Zahlungsunfähigkeit auch Wartung und Reparatur der Flugzeuge beeinträchtigt, musste Kingfisher kürzlich einen Großteil der Flotte grounden. Die Anzahl der Flüge hatte sich dadurch mehr als halbiert. Auch das Personal trat am vor drei Wochen spontan in Streik, da es seit zwei Monaten keinen Lohn erhalten hatte. Dadurch fielen zahlreiche Flüge aus.

Mehr zum Thema

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Dassault Rafale C der Indian Air Force: Die Armee will sich modernisieren.

Indiens Milliarden-Poker um eine schlagkräftigere Luftwaffe

ticker-indien

Lockheed Martin, Embraer oder Airbus? Indien will 60 neue Militärtransporter

ticker-star-air

Flughafen Solapur erhält ab August wieder Star-Air-Flüge nach Mumbai

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack