Airbus von Kingfisher: Ein Großteil der Flotte muss am Boden bleiben.

Kingfisher: Kein Kerosin, keine Iata

Zwei drastische Rückschläge musste die indische Airline dieser Tage wegstecken. Der Kampf ums Überleben wird immer härter.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Langsam sieht es wirklich nicht mehr so aus, als könnte Kingfisher Airlines den Kopf noch selbst aus der Schlinge ziehen. Am Mittwoch (7. März) erlitt die angeschlagene Fluggesellschaft des indischen Milliardärs Vijay Mallya gleich zwei Rückschläge. Die Iata warf die Airline aus ihrem Abrechnungssystem, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnte. Das geschah schon zum zweiten Mal in etwas mehr als einem Monat, berichtet die Zeitung Times of India. Beim ersten Mal hatte der internationale Luftfahrtverband Kingfisher innerhalb von zehn Tagen wieder aufgenommen. Wie lange es nun dauern wird, ist nicht klar. Sobald die Fluglinie die nötigen Bedingungen wieder erfülle und zahlen könne, werde man sie wieder aufnehmen, heißt es bei der Iata.

Noch Ende Februar hatte Vijay Mallya ziemlichen Optimismus verbreitet. Man habe nun endlich Investoren gefunden, die Kingfisher aus der Krise helfen wollen, hatte er verkündet. Gleich zwei Investoren hätten Interesse daran, wie die indische Finanzzeitung Economic Times berichtet. Es handele sich dabei um zwei große indische Unternehmen. Zwischenzeitlich wurden auch Iberia- und British-Airways-Dachgesellschaft IAG und Etihad als Interessenten herum geboten. Es ging um einen Anteil von insgesamt 24 Prozent an der maroden Airline. Doch die Firmen dürften sich ihre Entscheidung nun noch einmal genau überlegen.

Ölfirmen beliefern nicht mehr

Denn zusätzlich zur Sperre der Iata haben offenbar auch Ölfirmen nun aufgehört, die Airline zu beliefern. Wie der Fernsehsender NDTV berichtet, seien sieben Flüge am Mittwoch in Mumbai am Boden geblieben, weil sie keinen Treibstoff erhalten hätten. Laut der Zeitung Hindustan Times bestätigte der Mineralölriese Hindustan Petroleum Corporation, dass man die Lieferungen an Kingfisher gestoppt habe, da die Fluggesellschaft nicht mehr zahle.

Für die Passagiere ist das nur ein weiteres Ärgernis unter vielen. Von der 64 Flieger zählenden Flotte sind momentan ohnehin nur 28 im Einsatz. Da die indische Luftfahrtbehörde DCGA befürchtet hatte, dass die Zahlungsunfähigkeit auch Wartung und Reparatur der Flugzeuge beeinträchtigt, musste Kingfisher kürzlich einen Großteil der Flotte grounden. Die Anzahl der Flüge hatte sich dadurch mehr als halbiert. Auch das Personal trat am vor drei Wochen spontan in Streik, da es seit zwei Monaten keinen Lohn erhalten hatte. Dadurch fielen zahlreiche Flüge aus.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Air India Delhi

Indische Flughäfen müssen Gebühren für Inlandsflüge um ein Viertel senken

embraer e175

Warum Embraer in Indien keine E2-Jets bauen wird

Airbus A321 Neo von Aegean Airlines: Die Airline erwartet 19 Airbus-Flugzeuge in den kommenden Jahren.

Aegean Airlines will in den nächsten drei Jahren um 19 Flugzeuge wachsen

ticker-indien

Indien prüft Einstieg in europäische Kampfjetprogramme

Video

lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg