Jet von Kingfisher: Trotz Schreckensnachrichten optimistisch.

Kingfisher in der Abwärtsspirale

Schulden, Streik, eingefrorene Konten: Der indischen Airline geht es schlechter denn je. Verantwortlich macht sie die Regierung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Auch wenn Kingfisher immer wieder versuchte, optimistisch zu klingen - alle Meldungen, die derzeit wieder in den Medien verbreitet werden, zeichnen ein desaströses Bild. Die Fluggesellschaft befindet sich in einer Abwärtsspirale. Weniger Flüge in Verbindung mit weiter hohen Kosten für Treibstoff und Zinskosten für ausstehende Kredite haben den Verlust der Fluggesellschaft im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau getrieben. Umgerechnet etwa 165 Millionen Euro verlor die Airline zwischen Januar und März. Ein Jahr zuvor hatte der Verlust nur ein Viertel so viel betragen. Noch vor einem Jahr war Kingfisher die vom Marktanteil her zweitgrößte Airline des Landes. Heute ist sie die kleinste.

Inzwischen hat Kingfisher so ziemlich bei jedem Schulden, bei dem man Schulden haben kann: Leasingpartner, Flughäfen, Banken, Wartungsunternehmen, dem Staat - nicht einmal die Löhne der eigenen Angestellten kann die Airline regelmäßig zahlen, Was in den letzten Monaten immer wieder in Streiks und damit noch mehr Flugausfällen mündete. Die Airline fliegt momentan mit einer stark reduzierten Flotte: Nur 16 der 66 Flieger heben ab. Die Konten fror die Steuerbehörde von Indien zum zweiten Mal in diesem Jahr ein, da die Zahlungen schon wieder seit zwei Wochen ausstehen, heißt es laut dem Fernsehsender NDTV. Um irgendwie wieder an Geld zu kommen, verkauft Kingfisher inzwischen sogar ihre Immobilien. Wie die Wirtschaftszeitung The Hindu Business Line berichtet, steht das Bürogebaude in Mumbai nun zum Verkauf.

Appell an die Regierung

Aber aufgeben will der Besitzer und Multimilliardär Vijay Mallya nicht. Man bleibe dabe, dass sich der Rekapitalisierungsplan auf Kurs befinde. Schon in den nächsten zwölf Monaten werde man wieder das gewohnte Flugangebot bieten können, heißt es in einer Mitteilung der Airline. Doch damit das Ziel realistisch bleibt, fordert Mallya auch die Regierung zum Handeln auf. Das Land brauche ein überholtes Luftfahrtgesetz, erklärte er laut der Zeitung The Hindu bei einem Branchentreffen. Hohe Steuern und Abgaben, dabei gleichzeitig restriktive Gesetze, was die Finanzierung von Airlines angehe, würden ein gesundes Wachstum unmöglich machen. Nun solle die Regierung handeln und klare und hilfreiche Richtlinien schaffen.

Nicht nur Kingfisher leidet unter dem schwierigen Marktumfeld. Alle indischen Airlines verbuchten im vergangenen Quartal höhere Verluste. Auf der Kippe steht auch die Nationalairline Air India. Wegen der schlechten Arbeitsbedingungen traten bei ihr immer wieder Piloten und Kabinenpersonal in Streik oder meldeten sich krank. Laut dem Portal Daily News kostete das Air India insgesamt 63 Millionen Dollar. Konzernchef Rohit Nandan warnte erst gestern Samstag (2. Juni), dass man nicht überleben könne, wenn die Streiks in diesem Ausmaß weitergehen.

Mehr zum Thema

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Dassault Rafale C der Indian Air Force: Die Armee will sich modernisieren.

Indiens Milliarden-Poker um eine schlagkräftigere Luftwaffe

ticker-indien

Lockheed Martin, Embraer oder Airbus? Indien will 60 neue Militärtransporter

ticker-star-air

Flughafen Solapur erhält ab August wieder Star-Air-Flüge nach Mumbai

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack