Kingfisher verliert Lizenz

Bis auf weiteres entzogen die indischen Behörden der Airline die Fluglizenz. Sie zweifeln daran, dass ein sicherer Flugbetrieb noch möglich ist.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In letzter Minute hatte Kingfisher Airlines am Freitag geantwortet. Die indische Luftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hatte die Fluggesellschaft aufgefordert, ihr eine überzeugende Antwort auf die Frage zu liefern, warum man dem Unternehmen nicht die Lizenz entziehen soll. Doch laut Medienberichten ging Kingfisher Airlines nicht auf die Hauptpunkte ein und bat lediglich um mehr Zeit. Das DGCA hat aber keine Geduld mehr. Kingfisher habe es nicht geschafft darzulegen, wie das Management den Flugbetrieb sicher und verlässlich weiterführen wolle. Daher müsse man der Fluggesellschaft die Lizenz bis auf weiteres entziehen, so das Amt gemäß der Zeitung Hindustan Times.

So erwartbar das Ende war, so tragisch ist es auch. Eigentlich war Kingfisher bei den Passagieren sehr beliebt. Durch guten Service und ein junges, frisches Auftreten wollte Besitzer und Milliardär Vijay Mallya 2005 eine Alternative zu den bestehenden, verknorzten Anbietern schaffen. Doch seit der Gründung schrieb Kingfisher noch nie schwarze Zahlen. Noch im letzten Jahr war sie aber gemessen an der Passagierzahl die zweitgrößte Airline des Landes. Doch inzwischen hat sich der Marktanteil drastisch verringert. Kingfisher wurde zum kleinsten Anbieter. Die Airline sitzt auf einem riesigen Schuldenberg und konnte etwa auch seit sieben Monaten keine Gehälter mehr an die Angestellten zahlen.

Immer kleiner geworden

Ähnlich schnell schrumpfte die Flotte. Anfang des Jahres hoben noch 64 Flieger ab. Und es gab große Expansionspläne: Sogar Airbus A380 wollte Mallya kaufen. Inzwischen musste die Fluggesellschaft aus Sicherheitsgründen, wegen Personalmangels und wegen Geldproblemen den größten Teil der Flieger grounden oder an die Leasinggeber zurückgeben. Einige davon stehen etwa auch am Flughafen Zürich herum. Nur um die zehn Maschinen hoben vor dem freiwilligen Grounding Anfang Oktober noch ab. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs wurde seither immer wieder verschoben. Zuletzt sprach Kingfisher vom 6. November.

Immerhin einen Lichtblick gibt es für Kingfisher-Eigner Vijay Mallya, der von seinem Vater einen Brauereikonzern erbte und als Hobby noch den Formel-1-Rennstall Force India betreibt. Der Haftbefehl gegen ihn wurde kürzlich zurückgezogen. Der Flughafen Hyderabad, der umgerechnet 1,5 Millionen Euro von ihm forderte, lenkte ein und einigte sich außergerichtlich mit Mallya.

Mehr zum Thema

Oktober 2017: Vor vier Jahren stellte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft den Betrieb ein.

Wie viel wissen Sie noch über Air Berlin?

Victorville: Diese Boeing 747 wurde nach dem Aus von Transaero in der kalifornischen Wüste abgestellt.

Wann gingen diese Fluggesellschaften pleite?

Germania Airbus A319: Vor zwei Jahren musste die Airline ihren Betrieb einstellen.

Wie viel wissen Sie über Germania?

Airbus A321 Neo von Primera Air: Die Fluggesellschaft hatte auch die Langstrecken-Version LR bestellt.

Diese Airlines überlebten 2018 nicht

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil