Kingfisher verliert Lizenz

Bis auf weiteres entzogen die indischen Behörden der Airline die Fluglizenz. Sie zweifeln daran, dass ein sicherer Flugbetrieb noch möglich ist.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

In letzter Minute hatte Kingfisher Airlines am Freitag geantwortet. Die indische Luftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hatte die Fluggesellschaft aufgefordert, ihr eine überzeugende Antwort auf die Frage zu liefern, warum man dem Unternehmen nicht die Lizenz entziehen soll. Doch laut Medienberichten ging Kingfisher Airlines nicht auf die Hauptpunkte ein und bat lediglich um mehr Zeit. Das DGCA hat aber keine Geduld mehr. Kingfisher habe es nicht geschafft darzulegen, wie das Management den Flugbetrieb sicher und verlässlich weiterführen wolle. Daher müsse man der Fluggesellschaft die Lizenz bis auf weiteres entziehen, so das Amt gemäß der Zeitung Hindustan Times.

So erwartbar das Ende war, so tragisch ist es auch. Eigentlich war Kingfisher bei den Passagieren sehr beliebt. Durch guten Service und ein junges, frisches Auftreten wollte Besitzer und Milliardär Vijay Mallya 2005 eine Alternative zu den bestehenden, verknorzten Anbietern schaffen. Doch seit der Gründung schrieb Kingfisher noch nie schwarze Zahlen. Noch im letzten Jahr war sie aber gemessen an der Passagierzahl die zweitgrößte Airline des Landes. Doch inzwischen hat sich der Marktanteil drastisch verringert. Kingfisher wurde zum kleinsten Anbieter. Die Airline sitzt auf einem riesigen Schuldenberg und konnte etwa auch seit sieben Monaten keine Gehälter mehr an die Angestellten zahlen.

Immer kleiner geworden

Ähnlich schnell schrumpfte die Flotte. Anfang des Jahres hoben noch 64 Flieger ab. Und es gab große Expansionspläne: Sogar Airbus A380 wollte Mallya kaufen. Inzwischen musste die Fluggesellschaft aus Sicherheitsgründen, wegen Personalmangels und wegen Geldproblemen den größten Teil der Flieger grounden oder an die Leasinggeber zurückgeben. Einige davon stehen etwa auch am Flughafen Zürich herum. Nur um die zehn Maschinen hoben vor dem freiwilligen Grounding Anfang Oktober noch ab. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs wurde seither immer wieder verschoben. Zuletzt sprach Kingfisher vom 6. November.

Immerhin einen Lichtblick gibt es für Kingfisher-Eigner Vijay Mallya, der von seinem Vater einen Brauereikonzern erbte und als Hobby noch den Formel-1-Rennstall Force India betreibt. Der Haftbefehl gegen ihn wurde kürzlich zurückgezogen. Der Flughafen Hyderabad, der umgerechnet 1,5 Millionen Euro von ihm forderte, lenkte ein und einigte sich außergerichtlich mit Mallya.

Mehr zum Thema

Oktober 2017: Vor vier Jahren stellte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft den Betrieb ein.

Wie viel wissen Sie noch über Air Berlin?

Victorville: Diese Boeing 747 wurde nach dem Aus von Transaero in der kalifornischen Wüste abgestellt.

Wann gingen diese Fluggesellschaften pleite?

Germania Airbus A319: Vor zwei Jahren musste die Airline ihren Betrieb einstellen.

Wie viel wissen Sie über Germania?

Airbus A321 Neo von Primera Air: Die Fluggesellschaft hatte auch die Langstrecken-Version LR bestellt.

Diese Airlines überlebten 2018 nicht

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack