Jet von Kingfisher: Das Unternehmen gehört zur UB Group

Kingfisher verärgert Behörde

Die indische Airline läuft Gefahr, ihre Lizenz endgültig zu verlieren. Ausgerechnet jetzt bringt sie die zuständige Behörde gegen sich auf.

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Es ist für Kingfisher wohl nicht der schlauste Zeitpunkt, die Regierung gegen sich aufzubringen. «Wir werden ihnen schreiben, dass sie damit aufhören sollen», kündigt Arun Mishra, Chef der indischen Luftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviaion DGCA an. Kingfisher Airlines verkauft wieder Tickets für Flüge ab dem 13. Oktober. Bei der DGCA sieht man das gar nicht gern. Momentan sind nämlich alle noch verbleibenden Jets von Kingfisher gegroundet. Nach Streiks der Mitarbeitenden konnte man keinen geregelten Flugbetrieb mehr anbieten. Die Mitarbeiter hatten die Arbeit niedergelegt, da sie mehr als ein halbes Jahr lang keine Gehälter gesehen hatten.

Gespräche zwischen Airline und Angestellten waren gescheitert, das Grounding laut Kingfisher bis zum 12. Oktober verlängert worden. Doch das DGCA hatte das so nicht abgenickt. Wenn es weiterhin nicht klar sei, dass der Flugbetrieb unter sicheren und zuverlässigen Bedingungen möglich sei, dann könne man die Flugerlaubnis nicht erteilen, hieß es. Und klar ist offenbar noch gar nichts.

Letzte Frist

Das DGCA hat Kingfisher so etwas wie eine letzte Deadline gesetzt. Bis zum 20. Dezember habe die die Fluggesellschaft die Chance, der Behörde auf überzeugende Weise klarzumachen, warum sie die Lizenz behalten soll. «Sollte das nicht der Fall sein, gehen wir davon aus, dass man bei Kingfisher nichts zu seiner Verteidigung vorzubringen hat», so die Behörde. Man werde dann die entsprechenden Schritte einleiten.

Inzwischen ist die Meinung weit verbreitet, dass die Pleite von Kingfisher das einzig vernünftige wäre. Das Centre for Asia Pacific Aviation erklärt: «Manchmal gehen Firmen pleite, das ist einfach so.» Man müsse einfach merken, wenn es keinen Sinn mehr macht, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Eine Milliarde Dollar bräuchte es laut dem Bericht bereits jetzt, um Kingfisher wieder so auf die Beine zu bringen, dass die Airline mit einer Flotte von 20 Flugzeugen betriebsfähig ist. Früher flogen mehr als 60 Jets für Kingfisher. Doch die Autoren des Berichts schreiben auch, dass es mit jedem Tag, den die Flieger am Boden bleiben und an dem es kein Geld gibt, eine höhere Summe wird, die Kingfisher zum Überleben braucht. Und langsam sei der Punkt erreicht, an dem sich das Zahlen dieses Betrags nicht mehr lohne.

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