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Keine Landeerlaubnis in Olbia

Flug von Eurowings startet einen Monat zu früh

Einem Airbus A320 der Billigairline wurde die Landung in Sardinien verweigert. Der Grund: Die Insel lässt Auslandsflüge erst Ende Juni wieder zu. Das hat Eurowings übersehen.

Tis Meyer/Planepics.org

Airbus A320 von Eurowings: Landung in Olbia nicht möglich.

Es war der erste Flug der Saison. Am Samstagmorgen (23. Mai) früh startete ein Airbus A320 von Eurowings in Düsseldorf Richtung Olbia. Die Passagiere hofften, nach der Corona-Pause ein paar Tage auf Sardinien entspannen zu können. Doch statt auf der italienischen Insel landeten sie nach vier Stunden wieder in Nordrhein-Westfalen.

Was ist passiert? Flug EW9844 bekam keine Landeerlaubnis in Sardinien. «Im Anflug auf den Zielflughafen wurde der Flug von der Flugsicherung darüber informiert, dass eine Landung in Olbia nicht möglich sei», bestätigt ein Sprecher der Fluglinie. Denn die Planer von Eurowings haben etwas übersehen. Die Behörden der Insel im Mittelmeer haben den Luftverkehr noch nicht wieder freigegeben.

Internationale Flüge erst ab dem 24. Juni

Das ist auch in einer Notice to Airmen oder kurz Notam nachzulesen, einer Nachricht an Flugzeugführer. Da steht bei Olbia: «Flughafen gesperrt für den gewerblichen Luftverkehr in Übereinstimmung mit dem Dekret 23 der Region Sardinien vom 17. Mai 2020». Im Erlass heißt es, dass am 3. Juni zuerst die von der Region Sardinien subventionierten Flüge wieder zugelassen werden, ab dem 15. Juni starten die nationalen Flüge wieder.

Erst ab dem 24. Juni sind internationale Flüge nach Sardinien wieder erlaubt. Eurowings war also einen ganzen Monat zu früh in Olbia. Wegen der Corona-Krise gestalte sich die Situation an zahlreichen Flughäfen Europas «sehr dynamisch, abzulesen an einer Vielzahl an Informationen zu oft kurzfristig geänderten Betriebszeiten oder Schließungen der Airports und sich täglich verändernden Einreisebestimmungen der Länder», so der Sprecher.

Eurowings entschuldigt sich

Zum Fehler sei es wegen eines «Missverständnisses bei der Zusammenführung der für den Flug relevanten Informationen» gekommen, erklärt Eurowings weiter. Man entschuldige sich bei den betroffenen Passagieren für die Unannehmlichkeiten.



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