Boeing 737 Max von Gol: Die brasilianische Kartellbehörde äußert Zweifel an der Fusion mit Azul.

Brasiliens neue Nummer einsKartellbehörde: Fusion von Azul und Gol «nahezu unmöglich»

Die beiden brasilianischen Fluglinien wollen fusionieren und zur Nummer eins im Land aufsteigen. Die Absichten von Gol und Azul rufen die Kartellbehörde auf den Plan.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Brasilien ist der achtgrößte Luftfahrtmarkt der Welt. Laut Schätzungen der Iata wird die Zahl der Passagiere im größten südamerikanischen Land in den kommenden 14 Jahren auf rund 210 Millionen pro Jahr steigen. Doch den brasilianischen Fluggesellschaften geht es wirtschaftlich schlecht. Teueres Kerosin, enorme Steuern und Abgaben, der schwache Real sowie eine klagefreudige Kundschaft drücken die Margen auf ein Minimum.

Lange wurde spekuliert, nun wird es konkret: Azul, die drittgrößte Fluggesellschaft Brasiliens, plant eine Fusion mit der zweitgrößten Gol. Am 16. Januar unterzeichneten beide Unternehmen nach monatelangen Verhandlungen eine Absichtserklärung zur Zusammenführung ihrer Geschäfte in Brasilien. Kommt es zu der Fusion würde das größte Luftfahrtunternehmen des Landes mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent entstehen.

Ohne Auflagen geht zwischen Azul und Gol gar nichts

Der Zusammenschluss könne neue Arbeitsplätze schaffen und die Anbindung an über 200 brasilianische Städte verbessern, so die Erklärung von Azul und Abra, der Holding zu der Gol neben Avianca gehört. Die Streckennetze der beiden Airlines ergänzten sich zu etwa 90 Prozent. Trotz Zusammenführung sollen beide Marken und ihre unabhängigen Luftverkehrsbetreiberzeugnisse aber erhalten bleiben.

Doch gegen die geplante Fusion regt sich Widerstand. Die brasilianische Kartellbehörde Conselho Administrativo de Defesa Econômica, kurz Cade, hält es für «nahezu unmöglich», dass die Fusion der beiden großen brasilianischen Airlines genehmigt wird – zumindest ohne Auflagen.

Prüfung könnte viel Zeit in Anspruch nehmen

Laut brasilianischen Medienberichten haben Vertreter von Azul und Gol bereits Gespräche mit der Kartellbehörde aufgenommen. Der Hauptkritikpunkt ist die Marktkonzentration, die durch die Fusion entstehen würde. Aber auch die Überschneidungen im Streckennetz sorgen für Bedenken. «Es ist falsch, zu behaupten, es gebe einen einheitlichen Binnenmarkt. Aus kartellrechtlicher Sicht betrachten wir Hunderte von Märkten und Routen – und diese werden wir einzeln prüfen», erklärte eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.

Die Kartellbehörde rechnet damit, dass die Prüfung vor allem eines benötigen wird: Zeit. Eine Entscheidung wird voraussichtlich erst kurz vor Jahresende fallen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Behörde jedoch einen neuen Vorsitzenden haben, da die Amtszeit des derzeitigen Präsidenten Alexandre Cordeiro im Juli 2025 endet. Auch dieser Wechsel könnte die Fusion weiter verzögern.

Mehr zum Thema

Fusion von Azul und Gol wird offenbar konkreter

Fusion von Azul und Gol wird offenbar konkreter

Azul und Gol einigen sich in Grundzügen auf Fusion - konkrete Gespräche beginnen

Azul und Gol einigen sich in Grundzügen auf Fusion - konkrete Gespräche beginnen

Flieger von Azul und Gol: Kommt es zur Hochzeit?

Azul hat ein Auge auf Rivalin Gol geworfen

ticker-brasilien

Brasiliens Inlandsflugverkehr boomt - 15 Prozent höheres Angebot in der Hochsaison

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin