Flieger von Pivot Airlines: Die Fluggesellschaft rät von der Dominikanischen Republik ab.

GewahrsamKanadische Crew sitzt seit halbem Jahr in Punta Cana fest

Die Besatzung eines Flugzeuges von Pivot Airlines fand an Bord des Fliegers eine große Menge Drogen - und sagte das den Behörden der Dominikanischen Republik. Seither sitzt sie in Haft.

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Mehr als 200 Kilogramm Kokain fand die Besatzung einer CRJ 1000 von Pivot Airlines, bevor sie von Punta Cana wieder in Richtung Toronto fliegen wollte. Den Fund der riesigen Drogenmenge meldeten sie umgehend den Behörden. Doch das wurde ihnen zum Verhängnis.

Die fünfköpfige Besatzung der kanadischen Charterairline wurde, genauso wie die sechs Passagiere, festgenommen. Sie sitzt seither in der Dominikanischen Republik fest. Seither, das heißt: Seit dem 5. April dieses Jahres. Und ihr Aufenthalt hat sich durch Hurrikan Fiona noch auf unbestimmte Zeit verlängert, berichtet Pivot-Geschäftsführer Eric Edmondson dem kanadischen Sender CTV.

Nicht mehr im Gefängnis

«Sie haben eine außergewöhnlich schwierige Zeit hinter sich, wie Sie sich vorstellen können», sagt der Manager der Charterairline. «Sie haben Geburtstage und Feiertage verpasst. Wir stehen kurz vor Thanksgiving und sie alle vermissen ihre Familien sehr.»

Im Gefängnis befinden sich die Airlinemitarbeitenden nicht mehr. Sie wurden noch im April gegen Kaution freigelassen, allerdings unter der Bedingung, dass sie in der Dominikanischen Republik bleibt. Es ist unklar, ob die anderen Insassen weiterhin inhaftiert sind.

«Angst um ihr Leben»

Man habe dafür gesorgt, dass die Besatzung in einem Haus in einer bewachten Wohnanlage leben kann, während sie auf das Ende des Gerichtsverfahrens wartet. Obwohl die fünf Kanadier innerhalb der geschlossenen Wohnanlage relativ frei leben können, gehe es ihnen unglaublich schlecht.

«Sie haben Angst um ihr Leben. Sie haben Angst um den Ausgang dieser fingierten Anklage, die ihnen droht», so Edmondson. Eigentlich hatte es so ausgesehen, als könnten die fünf Angestellten bald nach Hause. Pivot Airlines hatte einen Antrag auf Abweisung der Klage gestellt, weil es keine Beweise gegen die Crew gebe und es auch nicht mehr möglich sei, neue Beweise zu sammeln.

Airline rät von Reisen in die Dominikanische Republik ab

Gerade als man wirklich zuversichtlich wurde, geschah es dann: «Während wir auf ein gutes Ergebnis hinarbeiten, zog der Hurrikan Fiona über die Dominikanische Republik hinweg», so Edmondson. Die Verwüstung im Land sorgt jetzt dafür, dass sich das Verfahren noch weiter hinzieht, weil es keine Priorität hat.

Die Fluggesellschaft gibt sich weiter zuversichtlich, dass ihre Mitarbeitenden bald heimkehren können. Dennoch zieht Pivot Airlines Konsequenzen. Sie rät allen Passagierinnen und Passagieren, nicht in die Dominikanische Republik zu reisen, sondern sich alternative Urlaubsziele auszusuchen.

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