Flieger von Pivot Airlines: Die Fluggesellschaft rät von der Dominikanischen Republik ab.

GewahrsamKanadische Crew sitzt seit halbem Jahr in Punta Cana fest

Die Besatzung eines Flugzeuges von Pivot Airlines fand an Bord des Fliegers eine große Menge Drogen - und sagte das den Behörden der Dominikanischen Republik. Seither sitzt sie in Haft.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Mehr als 200 Kilogramm Kokain fand die Besatzung einer CRJ 1000 von Pivot Airlines, bevor sie von Punta Cana wieder in Richtung Toronto fliegen wollte. Den Fund der riesigen Drogenmenge meldeten sie umgehend den Behörden. Doch das wurde ihnen zum Verhängnis.

Die fünfköpfige Besatzung der kanadischen Charterairline wurde, genauso wie die sechs Passagiere, festgenommen. Sie sitzt seither in der Dominikanischen Republik fest. Seither, das heißt: Seit dem 5. April dieses Jahres. Und ihr Aufenthalt hat sich durch Hurrikan Fiona noch auf unbestimmte Zeit verlängert, berichtet Pivot-Geschäftsführer Eric Edmondson dem kanadischen Sender CTV.

Nicht mehr im Gefängnis

«Sie haben eine außergewöhnlich schwierige Zeit hinter sich, wie Sie sich vorstellen können», sagt der Manager der Charterairline. «Sie haben Geburtstage und Feiertage verpasst. Wir stehen kurz vor Thanksgiving und sie alle vermissen ihre Familien sehr.»

Im Gefängnis befinden sich die Airlinemitarbeitenden nicht mehr. Sie wurden noch im April gegen Kaution freigelassen, allerdings unter der Bedingung, dass sie in der Dominikanischen Republik bleibt. Es ist unklar, ob die anderen Insassen weiterhin inhaftiert sind.

«Angst um ihr Leben»

Man habe dafür gesorgt, dass die Besatzung in einem Haus in einer bewachten Wohnanlage leben kann, während sie auf das Ende des Gerichtsverfahrens wartet. Obwohl die fünf Kanadier innerhalb der geschlossenen Wohnanlage relativ frei leben können, gehe es ihnen unglaublich schlecht.

«Sie haben Angst um ihr Leben. Sie haben Angst um den Ausgang dieser fingierten Anklage, die ihnen droht», so Edmondson. Eigentlich hatte es so ausgesehen, als könnten die fünf Angestellten bald nach Hause. Pivot Airlines hatte einen Antrag auf Abweisung der Klage gestellt, weil es keine Beweise gegen die Crew gebe und es auch nicht mehr möglich sei, neue Beweise zu sammeln.

Airline rät von Reisen in die Dominikanische Republik ab

Gerade als man wirklich zuversichtlich wurde, geschah es dann: «Während wir auf ein gutes Ergebnis hinarbeiten, zog der Hurrikan Fiona über die Dominikanische Republik hinweg», so Edmondson. Die Verwüstung im Land sorgt jetzt dafür, dass sich das Verfahren noch weiter hinzieht, weil es keine Priorität hat.

Die Fluggesellschaft gibt sich weiter zuversichtlich, dass ihre Mitarbeitenden bald heimkehren können. Dennoch zieht Pivot Airlines Konsequenzen. Sie rät allen Passagierinnen und Passagieren, nicht in die Dominikanische Republik zu reisen, sondern sich alternative Urlaubsziele auszusuchen.

Mehr zum Thema

Eindhoven, Niederlande.

Karibik-Flüge annulliert – Angst vor Drogenschmuggel

Flugzeug von Southern Wings: Haben die ehemaligen Chefs ein neues Projekt?

Eine mysteriöse Airline und 60 Kilo Kokain

Drogenpakete: Diese Päckchen waren in der Nähe des Bugfahrwerks der Boeing 757 versteckt.

Techniker finden 14 Kilo Kokain in Flugzeugrumpf

Airbus A330 Neo mit dem Kennzeichen D-ANRT in Düsseldorf: Nimmt den Dienst auf.

«Tecke» fliegt zuerst auf die Seychellen

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg