Eine Bombardier Global 6500 Defense: Kanada setzt für neue Aufklärungsflugzeuge auf Boeing.

Boeing statt Bombardier Kanada lässt die Bombardier Global 6500 links liegen

Der kanadische Flugzeughersteller wird für das eigene Land keine Aufklärungsflugzeuge liefern. Bombardier hatte die Global 6500 offeriert. Doch Kanada wählte Boeings P-8 Poseidon. 

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es ist eine Enttäuschung, aber eine mit Ansage. Die kanadische Regierung hat sich bei der Entscheidung für neue Aufklärungs- und Überwachungsflugzeuge für Boeing und damit gegen den heimischen Hersteller Bombardier entschieden. Die Regierung in Ottawa teilt mit, bis zu 16 Boeing P-8A, einer militärischen Aufklärungsvariante der 737-800, zu kaufen.

Der Auftrag hat ein geschätztes Investitionsvolumen von 7,7 Milliarden US-Dollar. Die ersten Flugzeuge sollen 2026 ausgeliefert werden. Kanada geht nicht ganz leer aus. Boeing werde auch kanadische Unternehmen an dem Auftrag beteiligen, heißt es in der Mitteilung der Regierung. Dadurch würden 3000 Jobs entstehen und Boeing werde in den kommenden zehn Jahren mindestens 358 Millionen Dollar zum Bruttoinlandsprodukt Kanadas beitragen.

Schlag für die heimische Wirtschaft

Ein schwacher Trost für Bombardier. Der kanadische Hersteller hat zusammen mit General Dynamics ein heimisches Aufklärungs- und Überwachungsflugzeug im Portfolio, da auf dem Geschäftsreiseflugzeug Global 6500 basiert. Er zeigte sich in einer Mitteilung schwer enttäuscht von der Entscheidung. Er wirft der Regierung vor, kein Interesse am heimischen Produkt gezeigt zu haben.

Kein Experte hätte sich mit ihrem Produkt auseinandergesetzt, heißt es weiter. Die Entscheidung sei ein besonders harter Schlag für die heimische Luftfahrtindustrie, denn mit dem Auftrag hätten sowohl bei Bombardier als auch bei Zulieferern insgesamt 22.000 Vollzeitarbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden können.

Bombardier 6500 moderneres Flugzeug

Das eigene Aufklärungsflugzeug wäre in der Anschaffung und im Betrieb rund 30 Prozent günstiger gewesen und hätte auch circa 40 Prozent weniger CO2-Emissionen ausgestoßen, argumentiert Bombardier. Man sei «der festen Überzeugung, dass die Global 6500 die richtige Größe hat und den Bedürfnissen Kanadas gerecht wird», sagte Firmenchef Eric Martel vor einem Jahr.

Zudem verfügt die Bombardier Global 6500 über eine größere Reichweite. In der Vergangenheit haben sich bereits Schweden, die USA und das Vereinigte Königreich für die kanadischen Jets entschieden. Die deutsche Luftwaffe hat drei Flugzeuge bestellt, die zwischen 2026 und 2028 ausgeliefert werden sollen.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6000 : Sie ist für das Pegasus-Programm der Bundeswehr vorgesehen.

Bombardier-Chef schießt gegen kanadische Regierung

Bombardier verkauft Global 6000 an die US Air Force

Bombardier verkauft Global 6000 an die US Air Force

Der erste der drei Bombardier Global 6000 der Flugbereitschaft: Der Jet...

Nun stehen drei Global 6000 für die Kanzlerin bereit

ticker-boeing-1

Boeing führt neues Pilotentrainingssystem in Thailand ein

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack