Flieger von Camair-Co: Finanzielle Probleme

Nationalairline auf Sinnsuche

Camair-Co kommt seit der Gründung nicht voran. Jetzt verordnete sich Kameruns Nationalairline eine Restrukturierung – und könnte privatisiert werden.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

/span>Die Luftfahrt in Kamerun will einfach nicht in Schwung kommen. Bereits bevor Cameroon Airlinines 2008 ihren Betrieb einstellen musste, wurde mit Camair-Co eine neue staatliche Fluggesellschaft aufgebaut. Im März 2011 ging der Erstflug über die Bühne, aber bis heute schreibt die Airline nur rote Zahlen. Fast zwölf Millionen Euro Verlust hat der Staat bereits übernommen. Durch häufige Verspätungen und Flugausfälle vermeiden viele Kameruner inzwischen, mit Camair-Co zu fliegen.

Die Airline musste bei einer Tagung zugeben, dass dem Unternehmen bis heute die richtige Struktur fehlt. «Wir müssen einen Neuanfang starten», sagt der kaufmännische Leiter, Christian Perchat. «Es liegt nicht an der Inkompetenz der alten Mannschaft. Es ist einfach nicht möglich, innerhalb kurzer Zeit eine international wettbewerbsfähige Fluggesellschaft aufzubauen», sagt Perchat, der schon bei der Gründung der Airline dabei war.

Erst die Umstrukturierung

Ein privater Investor wird aber derzeit von staatlicher Seite verhindert. Das Finanzministerium teilte mit, dass das Unternehmen zunächst neu strukturiert werden müsse. Grundlegende betriebswirtschaftliche Prozesse fehlten, so muss die Tarifgestaltung komplett überarbeitet werden. Genauso muss die Position des Finanz-Aufsehers geschaffen werden, der das monatliche Budget der Airline überblicken kann. «Kein Investor steckt sein Geld in ein Unternehmen, das am Boden ist», wird der Finanzminister Alamine Ousmane Mey in der Wirtschaftszeitung Business Cameroon zitiert. Der Vorstand der Airline zeigte sich bei einer Sitzung unentschieden über den Einstieg eines Investors.

Dabei war die Grundlage früh geschaffen. Bei der Gründung hatte das Unternehmen verlautbart, dass 51 Prozent der Anteile an einen privaten Kapitalgeber veräußert werden könnten. Ferner stand im Business Plan, dass das Unternehmen 2014 erstmals Gewinne erzielen sollte. Die derzeitige Lage sowie die Erwartungen sprechen jedoch eine andere Sprache. Camair-Co hat nach eigenen Angaben aktuell drei Boeings in Betrieb. Neben drei Inlandsdestinationen steuert die Airline mit Paris und N'Djamena (Tschad) auch zwei internationale Ziele an.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

1784
Menschen sind wieder auf dem Weg zum Mond - zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert. Den Raketen-Start der Mission Artemis 2 sahen Passagiere eines Delta-Air-Lines-Fluges aus der Luft.
Timo Nowack
Timo Nowack
parallel landing san francisco
Am Flughafen von San Francisco sind parallele Landungen künftig tabu. Die neue Regel der US-Luftfahrtbehörde sorgt nicht nur für das Ende eines spektakulären Anblicks – sondern auch für deutlich mehr Verspätungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack