Flieger von American: Nutzen Mitarbeitende das System aus?

Doppelte BezahlungKabinenpersonal von American Airlines verdiente sich mit Trick Zubrot

Offenbar machten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Fluggesellschaft sich die Informationspolitik bei Verspätungen zunutze. Jetzt greift American Airlines durch.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wer seinen Flug gern bei Flugverfolgungsportalen nachschaut, hat es vielleicht schon einmal festgestellt: Manchmal zeigt die Airline in der App oder am Flughafen noch keine Verspätung an. Doch schaut man, wo das Flugzeug sich gerade befindet, ist klar: Da kommt noch was. Das machen sich offenbar Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines zunutze, wie ein internes Schreiben zeigt, das zunächst bei Twitter veröffentlicht wurde.

Im Schreiben kritisiert American Airlines eine Praxis ihrer Mitarbeitenden: Diese nutzen es aus, dass die Fluggesellschaft Verspätungen erst später deklariert. Und das geht so: Man kann sich spontan für Einsätze melden, auf denen es an Personal fehlt - und wird für diese selbstverständlich auch bezahlt. Verspätet sich der Flug, auf dem man sich aktuell befindet, kann es sein, dass man den Sondereinsatz verpasst oder dabei die Dienstzeit überschreiten würde - und so nicht mehr arbeiten kann. Bezahlt wird man dennoch.

«Erhöhte Anzahl»

Aus dem Schreiben von American Airlines an die Crews geht hervor, dass diese sich teils gezielt Sondereinsätze aussuchen, bei denen aufgrund einer noch nicht offengelegten Verspätung klar wird, dass sie diese nicht wahrnehmen können. «Wir bemerken eine erhöhte Anzahl an Flugbegleitenden, die sich für Einsätze melden, obwohl sie sich gerade auf einem Einsatz mit einer sich abzeichnenden Verspätung befinden», schreibt die Airline.

Man prüfe jetzt jede einzelne dieser Last-Minute-Anmeldungen, heißt es. Und man habe die Gewerkschaft informiert, dass man es als Diebstahl ansehe, wenn sich Mitarbeitende für Einsätze anmelden, die sie ziemlich sicher nicht wahrnehmen können, nur um doppelt bezahlt zu werden.

Ermittlungen drohen

Stelle sich heraus, dass jemand sich unter diesen Bedingungen für einen Einsatz gemeldet habe, werde dieser Person die Bezahlung für den Einsatz wieder entzogen und es werde gegen sie ermittelt. Im Zweifel drohen disziplinarische Maßnahmen.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

Nachthimmel in den Bergen Colorados: 1982 wurde ein Mann gerettet, weil in einem Passagierflugzeug jemand die SOS Zeichen erkannte.

40 Jahre alter Cold Case gelöst - SOS aus Flugzeug von United Airlines erkannt

Bombardier Global 6500: Trump will kanadischen Fliegern die Zulassung entziehen.

Trump droht Kanada mit Entzug von Flugzeug-Zertifizierungen – Weißes Haus rudert zurück

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack