Flieger von American: Nutzen Mitarbeitende das System aus?

Doppelte BezahlungKabinenpersonal von American Airlines verdiente sich mit Trick Zubrot

Offenbar machten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Fluggesellschaft sich die Informationspolitik bei Verspätungen zunutze. Jetzt greift American Airlines durch.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wer seinen Flug gern bei Flugverfolgungsportalen nachschaut, hat es vielleicht schon einmal festgestellt: Manchmal zeigt die Airline in der App oder am Flughafen noch keine Verspätung an. Doch schaut man, wo das Flugzeug sich gerade befindet, ist klar: Da kommt noch was. Das machen sich offenbar Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines zunutze, wie ein internes Schreiben zeigt, das zunächst bei Twitter veröffentlicht wurde.

Im Schreiben kritisiert American Airlines eine Praxis ihrer Mitarbeitenden: Diese nutzen es aus, dass die Fluggesellschaft Verspätungen erst später deklariert. Und das geht so: Man kann sich spontan für Einsätze melden, auf denen es an Personal fehlt - und wird für diese selbstverständlich auch bezahlt. Verspätet sich der Flug, auf dem man sich aktuell befindet, kann es sein, dass man den Sondereinsatz verpasst oder dabei die Dienstzeit überschreiten würde - und so nicht mehr arbeiten kann. Bezahlt wird man dennoch.

«Erhöhte Anzahl»

Aus dem Schreiben von American Airlines an die Crews geht hervor, dass diese sich teils gezielt Sondereinsätze aussuchen, bei denen aufgrund einer noch nicht offengelegten Verspätung klar wird, dass sie diese nicht wahrnehmen können. «Wir bemerken eine erhöhte Anzahl an Flugbegleitenden, die sich für Einsätze melden, obwohl sie sich gerade auf einem Einsatz mit einer sich abzeichnenden Verspätung befinden», schreibt die Airline.

Man prüfe jetzt jede einzelne dieser Last-Minute-Anmeldungen, heißt es. Und man habe die Gewerkschaft informiert, dass man es als Diebstahl ansehe, wenn sich Mitarbeitende für Einsätze anmelden, die sie ziemlich sicher nicht wahrnehmen können, nur um doppelt bezahlt zu werden.

Ermittlungen drohen

Stelle sich heraus, dass jemand sich unter diesen Bedingungen für einen Einsatz gemeldet habe, werde dieser Person die Bezahlung für den Einsatz wieder entzogen und es werde gegen sie ermittelt. Im Zweifel drohen disziplinarische Maßnahmen.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

TSA-Kontrollen (hier in Denver): Fallen sie an kleineren US-Airports bald weg?

Warteschlagen an Flughäfen in den USA werden länger und länger - und bald starten die Frühlingsferien

ticker-usa

Luftfrachtbranche fordert Klarheit nach US-Gerichtsentscheidung zu Zöllen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack