Flieger von American: Nutzen Mitarbeitende das System aus?

Doppelte BezahlungKabinenpersonal von American Airlines verdiente sich mit Trick Zubrot

Offenbar machten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Fluggesellschaft sich die Informationspolitik bei Verspätungen zunutze. Jetzt greift American Airlines durch.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wer seinen Flug gern bei Flugverfolgungsportalen nachschaut, hat es vielleicht schon einmal festgestellt: Manchmal zeigt die Airline in der App oder am Flughafen noch keine Verspätung an. Doch schaut man, wo das Flugzeug sich gerade befindet, ist klar: Da kommt noch was. Das machen sich offenbar Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines zunutze, wie ein internes Schreiben zeigt, das zunächst bei Twitter veröffentlicht wurde.

Im Schreiben kritisiert American Airlines eine Praxis ihrer Mitarbeitenden: Diese nutzen es aus, dass die Fluggesellschaft Verspätungen erst später deklariert. Und das geht so: Man kann sich spontan für Einsätze melden, auf denen es an Personal fehlt - und wird für diese selbstverständlich auch bezahlt. Verspätet sich der Flug, auf dem man sich aktuell befindet, kann es sein, dass man den Sondereinsatz verpasst oder dabei die Dienstzeit überschreiten würde - und so nicht mehr arbeiten kann. Bezahlt wird man dennoch.

«Erhöhte Anzahl»

Aus dem Schreiben von American Airlines an die Crews geht hervor, dass diese sich teils gezielt Sondereinsätze aussuchen, bei denen aufgrund einer noch nicht offengelegten Verspätung klar wird, dass sie diese nicht wahrnehmen können. «Wir bemerken eine erhöhte Anzahl an Flugbegleitenden, die sich für Einsätze melden, obwohl sie sich gerade auf einem Einsatz mit einer sich abzeichnenden Verspätung befinden», schreibt die Airline.

Man prüfe jetzt jede einzelne dieser Last-Minute-Anmeldungen, heißt es. Und man habe die Gewerkschaft informiert, dass man es als Diebstahl ansehe, wenn sich Mitarbeitende für Einsätze anmelden, die sie ziemlich sicher nicht wahrnehmen können, nur um doppelt bezahlt zu werden.

Ermittlungen drohen

Stelle sich heraus, dass jemand sich unter diesen Bedingungen für einen Einsatz gemeldet habe, werde dieser Person die Bezahlung für den Einsatz wieder entzogen und es werde gegen sie ermittelt. Im Zweifel drohen disziplinarische Maßnahmen.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines genehmigen Streik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Pilotenstreik

ticker-usa

US-Senat beschließt neue Regeln für psychische Gesundheit von Pilotinnen und Piloten

Mit der Sonderflugnummer LH9886 ging es nach Arizona: Die D-ABYG hat Deutschland verlassen.

Lufthansas zweite Boeing 747-8 für die U.S. Air Force hat Deutschland verlassen

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin