Skizze des Zwischenfalls: Der Fahrer hielt im richtigen Moment an.

Flughafen PortoJet wollte auf Piste starten, die gerade von Auto kontrolliert wurde

Heikler Zwischenfall in Porto: Während ein Follow-me-Car gerade die Piste entlang fuhr und auf Schäden kontrollierte, erteilten die Lotsen einer Boeing 737 die Startfreigabe.

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Die Männer und Frauen brauchen sehr gute Augen. Mehrmals täglich fahren sie mit ihrem Fahrzeug die Start- und Landebahn entlang. Oft geschieht das zwischen zwei Starts oder Landungen und bei entsprechend hohem Tempo. Dabei prüfen sie, ob es Schäden am Belag gibt, Ölflecken, defekte Leuchten oder ob irgendwelche Fremdobjekte liegen geblieben sind.

Am Flughafen Porto war es am 27. April um 20:35 Uhr wieder soweit. Ein Mitarbeiter bat die Lotsen im Kontrollturm, eine solche Pisteninspektion durchführen zu können, es war die vierte des Tages. Er bekam das Okay und fuhr mit einem Follow-me-Car los. Er wollte die einzige Piste von Porto, die 17/35, in südlicher Richtung entlang fahren und überprüfen.

Der Fahrer bemerkte starke Lichter

Elf Minuten später gaben die Lotsen den Piloten einer Boeing 737-400 F von ASL Airlines mit dem Kennzeichen OE-IAJ die Erlaubnis, auf die Piste zu rollen. Der Frachter hatte Lüttich zum Ziel. Er stand nun so auf der Startbahn, dass ihnen der Follow-me-Car entgegenkam - und erhielt die Erlaubnis, Richtung Norden zu starten.

Der Fahrer befand sich zu jenem Zeitpunkt bei der Landeschwelle. Da bemerkte er «einige helle Lichter auf der Mittellinie der Landebahn, im Bereich der Rollwege C und D, Lichter, die sich zu bewegen schienen», heißt es in einem Untersuchungsbericht der portugiesischen Unfalluntersuchungsbehörde Gabinete de Prevenção e Investição de Acidentes com Aeronaves e de Acidentes Ferriviários GPIAAF. Was er genau da sah, konnte er aber in der Nacht nicht ausmachen. Er kontaktierte deshalb den Kontrollturm.

300 Meter voneinander entfernt

Vom Kontrollturm wurde ihm bestätigt, dass es sich um ein Flugzeug handle. Er solle die Piste sofort verlassen. Passiert ist bei dem Zwischenfall nichts. Die Untersuchungsbehörde errechnete jedoch, dass das Fahrzeug und das Flugzeug beim Abheben rund 300 Meter voneinander entfernt befanden. Sie möchte nun wissen, wie es zur doppelten Freigabe kommen konnte.

Den ersten Zwischenbericht zum Zwischenfall können Sie hier herunterladen.

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