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Jet muss wegen stinkendem Passagier landen

Ein Flugzeug von Transavia musste aus einem ziemlich speziellen Grund außerplanmäßig landen. Ein Passagier roch derart stark, dass Mitreisende sich übergaben.

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Jet von Transavia: Ein besonderes Problem sorgte für die Landung einer Maschine in Faro.

Für die meisten Passagiere war es das Ende ihres Urlaubs. Das ist ein Moment, der vielleicht schon per se nicht zu den angenehmsten gehört. Was sie aber an Bord der Boeing 737 von Transavia auf dem Weg nach Amsterdam erleben mussten, war noch weitaus schlimmer als die Perspektive, bald wieder zur Arbeit und zurück in den oft kühlen nordeuropäischen Sommer zu müssen.

Schon während des Einsteigens am Aeropuerto de Gran Canaria bemerkten die Reisenden einen ekligen Gestank. Schuld daran war ein anderer Passagier. «Er roch schrecklich. Vom Moment an, als er in den Gang trat, begannen die Leute, sich zu beklagen. Sie griffen nach ihren Taschen, um nach Taschentüchern zu suchen, die sie sich vor die Nase halten konnten», erzählte ein Mitreisender der niederländischen Zeitung De Telegraaf. Jemand habe gesagt, der Gestank sei schlimmer als der einer Leiche, die seit einem Monat verwese. 

«Medizinisches Problem»

Passagiere seien wegen der Geruchsbelästigung aus den hinteren Reihen nach vorne geflüchtet. «Es war unhaltbar», so der Passagier. Die Flugbegleiter von Transavia reagierten. Zuerst sprühten sie Deo in die Luft. Doch der Gestank des Mannes blieb. Gemäß Erzählungen von Anwesenden mussten sich einige Passagiere wegen des üblen Geruchs übergeben. Anderen sei übel geworden.

Dann isolierten die Flugbegleiter den Stinkenden hinten im Flugzeug. Zuletzt baten sie ihn sogar, sich auf die Toilette zu setzen. Der Flugkapitän aber entschied sich, dem Spuk ein Ende zu bereiten. Er landete außerplanmäßig in Faro in Portugal. Dort wurde der stinkende Mann von Bord geholt und das Flugzeug gereinigt. Transavia bestätigte den Vorfall, sprach aber von einem «medizinischen Problem». Kürzlich hatte die Billigairline bereits ein Problem mit einem furzenden Passagier.

Ergänzung vom 28. Juni: Der Passagier ist inzwischen verstorben. Er litt unter der seltenen Krankheit Gangrän, bei der das Gewebe ungenügend durchblutet wird und dadurch am Körper verwest.



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