Flatulenz: Die Gründe für die außerplanmäßige Landung sind  nicht ganz klar - Furzen spielte aber eine Rolle.

TransaviaStreit um furzenden Passagier eskaliert

Die Darmwinde eines Mannes störten auf einem Flug von Transavia die Sitznachbarn. Es kam zu einem Streit, der in einer ungeplanten Landung endete.

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Als «Stinkeflug» bezeichnet die niederländische Zeitung De Telegraaf Transavia-Flug Nummer HV6902 von Dubai nach Amsterdam. Ein älterer Mann furzte offenbar am 11. Februar auf der Reise wiederholt und deutlich hörbar. Zwei junge Männer, die in seiner Nähe saßen, beschwerten sich lautstark darüber.

Schließlich warnten die Flugbegleiter im Namen des Kapitäns die Männer - nicht aber den stinkenden Mann. Das half nicht. Die Piloten entschieden sich später für eine außerplanmäßige Zwischenlandung in Wien. Dort wartete bereits die Polizei, welche gleich vier Passagiere – alles niederländische Staatsbürger marokkanischer Abstammung – von Bord führte.

Studentin will klagen

Betroffen waren zwei jüngere Männer sowie eine 25-jährige Rechtsstudentin und ihre ältere Schwester. Allen wurde zusätzlich ein Flugverbot für sämtliche Transavia-Flüge erteilt. Der furzende Mann durfte seinen Flug nach Amsterdam fortsetzen.

Die Studentin kündigte gegenüber De Telegraaf an, man werde sich vor Gericht gegen das Verhalten der Fluggesellschaft wehren. Weder sie noch ihre Schwester hätten sich aggressiv verhalten. Sie hätten nur zufällig in der gleichen Reihe gesessen wie die zwei ihnen nicht bekannten jungen Männer und hätten nichts mit der Störung zu tun gehabt.

Vorurteile oder Sorge um Sicherheit?

Die Crew habe von Anfang an ein «bizarres Verhalten» an den Tag gelegt und aktiv die Konfrontation gesucht. Die Studentin fragt sich, ob es an ihrer Herkunft liegt, dass die Besatzung sie des Flugzeugs verwiesen hat. «Denken sie, dass alle Marokkaner Probleme verursachen?»

Ein Transavia-Sprecher verteidigt hingegen gegenüber De Telegraaf das Verhalten der Crew: «Wir müssen für Sicherheit sorgen.» Wenn Passagiere ein Sicherheitsrisiko darstellten, werde sofort interveniert. Dafür seien die Angestellten ausgebildet worden.

Gespräch mit Studentin

Allerdings zeigt sich Transavia bereit, sich mit der Studentin und ihrer Schwester für ein Gespräch zu treffen: «Bei einer solchen Eskalation gibt es immer zwei Seiten der Geschichte. Wir würden gerne ihr Erlebnis hören», so der Sprecher. Ein Passagier des Fluges HV6902, welcher nicht am Streit beteiligt war, kritisierte gegenüber dem Telegraaf die Reaktion der Transavia-Crew als übertrieben. Es habe keinerlei Drohungen gegeben.

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