Norwegian-Mitarbeiter vor dem US-Transportministerium: Eine provisorische Lizenz hat die Fluggesellschaft schon.

Irland und US-ReiseverbandUnterstützung für Norwegian Air International

Pilotengewerkschaften in den USA und Europa wehren sich gegen Norwegians Billigtochter in Dublin. Die irische Luftfahrtbehörde und der US-Reisebüroverband verteidigen die Airline nun.

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Jetzt hat sich auch Irland in den Streit um Norwegian Air International eingeschaltet. Vorwürfe der US-Pilotengewerkschaft, dass die Tochter von Norwegian Air Shuttle in Dublin die Luftfahrtsicherheit gefährde, seien schlicht und einfach «falsch und höchst irreführend», so die irische Luftfahrtbehörde Irish Aviation Authority in einem Schreiben ans US-Transportministerium.

Arbeitnehmervertretungen wie die Southwest-Gewerkschaft Swapa oder Airline Pilots of America (Alpa) würden mit ihren Vorwürfen nicht nur Norwegians Sicherheit in Frage stellen sondern auch Irlands Regulierung und Standards. Dabei würden sie ignorieren, dass Irland internationale Standards und auch die der US-Luftfahrtbehörde FAA einhält.

EU-Tochter für bessere Streckenrechte

Norwegian Air Shuttle hat die Tochter in Dublin gegründet, um an EU-Streckenrechte zu kommen und damit Flüge aus europäischen Städten in die Vereinigten Staaten durchführen zu können. Norwegen ist kein EU-Mitglied. Die Piloten werden über ein kompliziertes Vertragsmodell quasi als Freiberufler eingestellt, wie es unter anderem auch bei Ryanair oft der Fall ist.

Das stieß vielen Piloten sauer auf – auch diesseits des Atlantiks. Man werde den Luftraum mit Vertragspiloten teilen müssen, die keinen direkten Kontakt zum Airline-Management hätten, so etwa die Vereinigung von mehr als 2700 Piloten, die für den Businessjet-Anbieter Netjets fliegen. «Wie sollen sie sich ohne diese direkte Kommunikationslinie auf den sicheren Betrieb der Flugzeuge konzentrieren können?», fragt sie.

Norwegian weist Vorwürfe zurück

Norwegian weist die Vorwürfe als falsch zurück. Diese Kritik sei in den vergangenen Jahren wiederholt widerlegt worden, so die Fluglinie kürzlich in einer Mitteilung. Zudem gehe sie auch nicht darauf ein, dass die US-Behörden in ihrer Bewilligung bestätigt hätten, dass Norwegian alle US-Regeln einhalte. Man werde dank der Lizenz in Europa und den USA Tausende neuer Jobs schaffen. Eine provisorische Lizenz besitzt die Tochter von Norwegian in den USA inzwischen schon. Ein finaler Entscheid steht noch aus.

Unterstützung erhält die Fluggesellschaft unter anderem vom US-Reiseverband U.S. Travel Association. «Norwegian Air Internationals Angebot wird nicht nur den Wettbewerb verbessern sondern auch mehr Gäste aus wichtigen europäischen Destinationen in die USA bringen», so Verbandspräsident Roger Dow. Das wiederum werde der Regierung helfen, das Ziel von 100 Millionen internationalen Besuchern im Jahr 2021 zu erreichen. Auch Flughäfen wie Oakland, Denver, Fort Lauderdale und Orlando unterstützen die Fluggesellschaft in ihrem Vorhaben.

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