Russische KälteIrkut MS-21 fliegt gezielt in Eiswolken

Der neue russische Kurz- und Mittelstreckenjet hat die nächste Hürde genommen. Dafür suchten die Piloten Wolken, in denen sich zentimeterdickes Eis auf der MS-21-300 bildet.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

14 Mal sind die Testpiloten von Irkut in den letzten Tagen am Flughafen von Archangelsk gestartet und in den kalten Himmel des russischen Nordens gestiegen. Drei bis fünf Stunden blieben sie dabei jeweils in der Luft und überflogen die Küste des Weißen Meeres, die Pechora See, den Süden von Novaya Zemlya und auch die subpolare Uralregion.

Die Flüge der Irkut MS-21-300 mit dem Kennzeichen 73051 und der Seriennummer 21001 waren Tests in eisigem Wetter. So suchten die Piloten gezielt nach Wolken, in denen sich Eis am Flugzeug bildet. Von Flug zu Flug ließ die Crew die Eisschicht dicker werden.

Stabilität und Steuerbarkeit

Laut Hersteller Irkut erreichte das Flugzeug eine Eisdicke von bis zu 8 Zentimetern und damit mehr als die zur Zertifizierung erforderlichen 7,6 Zentimeter. Getestet wurden nicht nur die Wirksamkeit der Anti-Vereisungssysteme, sondern auch die Stabilität und Steuerbarkeit des vereisten Flugzeuges ohne das Schutzsystem.

Unter besonderer Beobachtung standen die Tragflächen, aber auch weitere Systeme wurden in den extremen Bedingungen geprüft, etwa Beleuchtung, Funk und Fahrwerke. An Bord befanden sich neben den Piloten und Technikern von Irkut auch ein Testpilot und weitere Vertreter der russischen Zertifizierungsbehörden sowie spezielle Messgeräte.

Zulassung 2021 angestrebt

Irkut arbeitet auf die Zertifizierung der MS-21-300 in diesem Jahr hin. Zuerst soll der Kurz- und Mittelstreckenjet sich auf dem russischen Markt beweisen. Ende 2020 startet einer der Testflieger auch erstmals mit dem russischen Triebwerk PD-14. Der für die Vereisungstests eingesetzte Jet wurde dagegen von Pratt & Whitney-Motoren angetrieben.

Mehr zum Thema

Russlands Luftfahrtindustrie entwickelt verschiedene neue Flugzeuge. Am weitesten fortgeschritten ist die Arbeit am Kurz- und Mittelstreckenjet MS-21. Hersteller Irkut arbeitet auf die Zertifizierung in diesem Jahr hin. Hier im Bild zu sehen: Der erste MS-21-Testflieger mit dem russischen Triebwerk Aviadvigatel PD-14.

Erste Irkut MS-21 mit russischen Triebwerken ist fertig

Irkut MS-21-300: The aircraft should convince in its own country first.

MS-21 und Superjet sollen zuerst in Russland überzeugen

Irkut MS-21 in Archangelsk: «Bildung von Eis auf den Oberflächen».

Russisches Flugzeug sucht die eisige Kälte

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack