Jumbo von Iran Air: Reise darin wird teuer

Iran Air verdoppelt Ticketpreise

Die iranische Nationalairline erhöht die Preise für Reisen außerhalb des Landes massiv. Mitschuld am Aufschlag sollen auch die Sanktionen des Westens sein.

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Flugzeughersteller

Wer von Teheran nach London fliegen will, muss bei Iran Air dafür künftig rund 18 Millionen Rial (1100 Euro) zahlen. Vor der jetzigen Preiserhöhung der Airline hatte ein Ticket mit 9 Millionen Rial nur die Hälfte davon gekostet. Im Schnitt erhöht die Fluggesellschaft die Preise für Tickets um 90 Prozent. Schon früher im Jahr hatten verschiedene Fluggesellschaften des Landes die Tarife für Flugscheine für Inlandsreisen um 70 Prozent erhöht. Damit kriegten nun auch die Reisenden die Sanktionen zu spüren, die die westlichen Länder über den Iran verhängt haben, so die Airline.

Die massive Preiserhöhung kommt zum einen durch die höheren Kosten zusammen, unter denen iranische Airlines zu leiden haben. Durch Sanktionen aus dem Westen können sie keine Ersatzteile direkt von den Flugzeugherstellern beziehen und müssen diese über zum Teil teure Umwege erstehen. Außerdem erhöhte der der staatliche Ölkonzern die Preise für Kerosin um 83 Prozent auf umgerechnet rund 1.40 Euro pro Liter. Das schlage sich nun in den Ticketpreisen nieder, erklärt ein Sprecher von Iran Air gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Für Inlandsflüge zahlen die Airlines für das in der Bandar-Abbas-Raffinerie produzierte Kerosin nur rund 50 Cent. Aber auch hier hatten sich die Preise um über 100 Prozent verteuert.

Massive Inflation

Grund für die Preiserhöhung ist auch eine massive Abwertung der Währung des Landes. Der Rial hat gegenüber dem amerikanischen Dollar seit August 40 Prozent an Wert verloren, inzwischen sind Tauschgeschäfte nur noch mit Sondergenehmigung erlaubt. Durch Sanktionen brach das Ölgeschäft des Landes massiv ein. Seither fehlen die Einnahmen, die Waren verknappen sich. Das führt auch zu einer massiven Teuerung. Wie hoch die Inflation im Land genau ist, darüber gibt es keine genauen Zahlen. Experten schätzen sie aber auf bis zu 50 Prozent.

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