Boeing B747 von Mahan Air: In Indien festgehalten.

Iranische Jets mit Kerosin-Problemen

500 Passagiere der iranischen Mahan Air saßen in Indien stundenlang fest. Der Flughafen Kolkata weigerte sich, die beiden Jets aufzutanken.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist der Horror eines jeden Passagiers: 13 Stunden lang saßen die 305 Reisenden an Bord einer Boeing 747 von Mahan Air am Netaji Subhash Chandra Bose International Airport von Kolkata (ehemals Kalkutta) fest. Gestartet waren sie in Phuket, Reiseziel war Teheran. Der Zwischenstopp in Indien war offenbar zum Auftanken gedacht - wohl weil die Airline den Flieger in Thailand nicht voll getankt hatte. Nur: Gemäß der Zeitung The Hindustan Times gab es damit ein Problem. Die Airline hatte offenbar einen Disput mit der Indian Oil Corporation, die mit dem Auftanken der Flieger beauftragt ist. Gemäß dem Blatt müssen Airlines ein Pfand im Umfang von einer Monatsration Kerosin hinterlegen, damit sie weiterhin betankt werden. Falls allenfalls Schulden entstehen, haben sie die gemäß den Regeln des Konzerns innert eines Monats zu begleichen.

Mahan Air schuldete der indischen Ölfirma jedoch bereits 280 Millionen Rupien (4,3 Millionen Euro/5 Millionen Franken), wie die Hindustan Times schreibt. Und in diesem Fall tritt ein Auftank-Embargo in kraft. Dieses traf nun die iranischen Flieger. «Wir sandten der Airline eine Mahnung. Nach der Bezahlung durften die Flieger wieder starten» erklärte ein Sprecher dem Blatt. Vor der Boeing B747 war schon ein Airbus A320 von Mahan Air mit 176 Passagieren an Bord in Kolkata gestrandet. Auch er wurde nicht aufgetankt. Dessen Passagiere hatten mehr Glück. Sie durften wenigstens größtenteils in den Transitbereich.

Mühe mit Sanktionen

Iranische Airlines haben mit Sanktionen aus westlichen Ländern zu kämpfen. Die USA haben ihre Sperren gegen den Iran erst im Juni stark verschärft. Am 23. Juni hatten sie bekannt gegeben, dass Iran Air nun auf der «Specially Designated Nationals and Blocked Persons List» der Regierung stehe. Das heißt: Amerikaner oder Menschen, die sich in den USA aufhalten, dürfen keine Geschäfte mit der Fluglinie machen - außer sie haben eine Sondergenehmigung (aeroTELEGRAPH berichtete). In der Folge hatte unter anderem der britische Ölkonzern BP aufgehört, Treibstoff an iranische Airlines abzugeben.

Die EU zeigt sich ebenfalls hart: An 13 europäischen Destinationen verweigert man den Jets der Airlines des Landes das Auftanken. Und auch in Asien häufen sich die Probleme nun offenbar: Gemäß der iranischen Regierung hat man jetzt außerdem auch in Singapur Ärger mit dem Auftanken. Die Flieger der privaten Airline Mahan Air würden dort nicht mehr aufgetankt. Daher mussten auch sie gemäß dem Portal dnaindia in Kolkata zwischenlanden. Vergangene Woche hatte es schon Probleme mit iranischen Fliegern am Flughafen in Bangkok gegeben - der Airport hatte sich geweigert, sie mit neuem Treibstoff zu versorgen.

Mehr zum Thema

ticker rayoni tourism airline

Verdächtiger Deal mit Airbus A340: Vier Ex-Thai-Airways-Jets landen bei kleiner Airline aus Malawi

ticker-mahan-air

Flug mit von Mahan Air betriebenem Flugzeug: US-Spediteur zahlt Strafe wegen Sanktionsverstößen

ticker-mahan-air

Boeing 777 für Mahan Air: Madagaskar verhaftet zwei Verdächtige

ticker-mahan-air

Verschiebung zu Mahan Air im Iran: Madagaskar entlässt Verkehrsminister wegen Boeing-777-Skandal

Video

Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
southwest airlines  independence one
Die Vereinigten Staaten feiern das Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung und damit ihren 250. Geburtstag. Southwest Airlines nimmt das als Anlass für eine Sonderlackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack