Airbus A300 von Iran Air: Die Flotte muss dringend erneuert werden.

Iran will 400 Flugzeuge kaufen

Die Sanktionen des Westens gegen den Iran werden gelockert. Das will das Land nutzen und seinen inzwischen riesigen Bedarf an neuen Flugzeugen decken.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Vierzig Jahre sind eine lange Zeit. Ungefähr so lange kam der Iran wegen strikter Sanktionen des Westens nicht mehr an neue Jets. Nun werden die Embargos gelockert. Der Iran darf sich wieder Ersatzteile für seine Flieger besorgen – nur ein erster Schritt in Richtung einer sichereren Luftfahrt. Denn die Flotte hat ein Durchschnittsalter von rund 22 Jahren. Rund 100 der Insgesamt 250 Flieger iranischer Airlines müssen wegen fehlender Ersatzteile noch am Boden bleiben.

Doch auf Dauer reicht die Lockerung nicht. Eine ganze Reihe Flieger müssten in nächster Zeit ersetzt werden. Und dafür bräuchte es ein komplettes Ende der Sanktionen – das Land müsste also sein Atomprogramm, welches angeblich rein friedlich ist, beenden. Momentan liegt es auf Eis, weshalb die Sanktionen erstmals gelockert wurden.

Bald Direktflüge?

Hoffnung auf eine weitere Entspannung besteht. So berichtet etwa die Zeitung Azernews, dass Boeing sich bereit macht, direkt in den Iran zu fliegen. Zum Einen, um Ersatzteile ins Land zu bringen. Doch wie Präsident Hassan Rouhani erklärte, geht es auch um Staatsbesuche, von denen man sich in Zukunft mehr erhofft. Auch erste kommerzielle Airlines wie Air Canada oder American Airlines hätten Interesse an Direktflügen angemeldet. Die Lufthansa interessiert sich ebenso für den iranischen Markt.

Der Chef der Luftfahrtbehörde ist optimistisch. Ali Reza Jahangirian denkt schon über eine ganze Menge Bestellungen nach, wenn die Sanktionen endlich aufgehoben sind. «Vierzig Flugzeuge im Jahr, über zehn Jahre verteilt brauchen wir», erklärte er gemäß der Nachrichtenagentur Reuters. Über diese Ankündigung dürften sich auch die Hersteller freuen – besonders Airbus und Boeing. Denn mit alten Fliegern der beiden bedienen die Airlines des Landes momentan den Markt mit 76 Millionen Einwohnern.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-neo-1

Europäische Investitionsbank stellt Airbus drei Milliarden Euro für Forschung zur Verfügung

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Alta Ares entwickeln gemeinsam europäische Drohnenabwehr

ticker-airbus-konzern-

Airbus, Safran und Partner planen große SAF-Anlage in Frankreich

ticker-airbus-konzern-

Airbus steigert im Mai Auslieferungen deutlich und sammelt netto 357 neue Bestellungen ein

Video

Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies