Maschine von Farnair: Die Fluglinie begann ganz klein. Nun wurde sie verkauft.

Farnair-Chef«Schauen uns Flottenausbau an»

Was heißt der Verkauf der Fracht- und Charterairline Farnair für das Personal und plant sie den Einstieg in den Liniendienst? Chef Guy Girard antwortet.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office

Guy Girard: Unsere Strategie ist es, weltweit zu wachsen. Kürzlich expandierten wir nach Indien, Westafrika und Südostasien. Zudem wollen wir unsere Flotte ausbauen. Das benötigt große Investitionen und unsere Aktionäre suchten deshalb das Gespräch mit möglichen Investoren, um die Kapitalbasis zu erweitern. Wir haben alles geprüft – Fremdkapital, Verkauf eines Minderheitsanteils oder auch eine Fusion. Die Übernahme durch ASL Aviation erschien uns die beste Lösung zu sein.

Was kann denn ASL Farnair bieten?

ASL ist breit aufgestellt, kapitalstark und besitzt 80 Flugzeuge. Ebenso wichtig war, dass ASL eine ähnliche strategische Vision und ähnliche Werte hat. Die Kombination der beiden Unternehmen macht darum Sinn und bringt nicht nur den Aktionären etwas, sondern auch den Kunden und Angestellten. Farnair profitiert von der gestärkten Finanzkraft, Managementressourcen und größeren Flotte. Zudem bringt die Größe Vorteile bei Zulieferern und wir bekommen auch mehr Knowhow über verschiedene Flugzeugtypen hinweg.

Gehen durch die Übernahme Stellen verloren?

Farnair wird als unabhängiges Unternehmen unter dem bestehenden Management weiter arbeiten. Synergien werden aus den Größenvorteilen kommen, etwa der verstärkten Einkaufskraft, der breiteren Verteilung von fixen Kosten, der gemeinsamen Ausbildung und der billigeren Finanzierung.

ASL besitzt Europe Airpost – eine große Airline, die neben Post auch im großen Stil Passagiere befördert. Könnte das auch ein Vorbild für Farnair werden?

Europe Airpost und Farnair haben sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle. Beide sind erfolgreich. Davon wollen wir nicht abweichen. Weil wir nicht wie Europe Airpost ein großes Postgeschäft haben, würde sich das auch nicht rechnen.

Immer mehr Fluglinien bieten statt simplen Wet-Lease-Diensten eigene Linienflüge an. Überlegen Sie sich das auch?

Unser Ansatz war es immer, kreativ zu sein, flexibel und sehr genau zu verstehen, was unsere Kunden wollen. Wir wollen früh in den Planungsprozess der Kunden eingebunden werden. Wir sind neuen Geschäftsfeldern gegenüber generell aufgeschlossen, solange es wirklich eine Nachfrage dafür gibt und wir uns damit nicht einem unkontrollierbaren Risiko aussetzen.

Werden Sie Ihre Flotte ausbauen?

Ja, wir schauen uns einen Ausbau an, um die Bedürfnisse einer breiteren und geographisch diversifizierteren Kundschaft Rechnung zu tragen. Viele ihrer Flugzeuge sind schon recht alt. Planen Sie auch neue Flugzeugtypen anzuschaffen? Die Planung und Auswahl der richtigen Flotte ist für eine Fluggesellschaft der zentrale Erfolgsfaktor. Das Alter eines Flugzeuges per se sagt wenig aus, solange die Flotte gut gewartet und unterhalten wird. Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Fracht- und Passagierflugzeugen. Unsere Flugzeuge erfüllen alle Vorschriften und sind auch sehr zuverlässig. Neue Flugzeuge müssen strategisch Sinn machen, denn die höheren Kosten müssen allenfalls auf die Kunden überwälzt werden. Wir schauen uns alles im Frachtbereich an. Doch es muss im richtigen Moment geschehen.

[image2]Guy Girard ist seit 1990 Chef von Farnair. Zuvor war er Chefpilot des Unternehmens und Leiter Spezialoperationen bei der OSZE, der Uno und der Schweizer Regierung.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack