Flugbegleiterin von Adria Airways: Wie geht es weiter mit der Airline?

Flüge wieder möglichAdria Airways bekommt einwöchige Gnadenfrist

Die slowenische Nationalairline muss bis am 2. Oktober einen Restrukturierungsplan vorlegen. Gelingt das Adria Airways nicht, verliert sie die Lizenz.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Von der Regierung bekam Adria Airways eine klare Absage. Der slowenische Wirtschaftsminister Zdravko Počivalšek erklärte, man werde unter den jetzigen Eigentümern keinen einzigen Euro in die Nationalairline investieren. Am deutschen Finanzunternehmen 4K Invest lässt der Politiker allgemein kein gutes Haar.

Slowenische Medien haben zuvor berichtet, das Management von Adria Airways habe von der Regierung einen Überbrückungskredit von 4 Millionen Euro gefordert. «Es ist inakzeptabel, dass der Eigentümer einerseits kurze Fristen für eine Antwort des Staates setzt», so Počivalšek gemäß der Nachrichtenagentur STA. Andererseits habe es in vier Monaten keinen Businessplan als Grundlage für eine mögliche Hilfe vom Staat vorgelegt.

Staat will und darf nicht helfen

Slowenien dürfte aber auch nicht helfen, denn Adria Airways hatte bereits 2011 70 Millionen Euro aus der Staatskasse und von Gläubigerbanken erhalten. Und gemäß EU-Regeln ist das nur einmal in zehn Jahren erlaubt. Das Management muss darum private Gelder auftreiben, damit die Fluggesellschaft eine Zukunft hat. Bis jetzt hat es das nicht geschafft.

Noch ist es aber nicht ganz vorbei für Adria Airways. Die slowenische Luftfahrtbehörde Javna agencija za civilno letalstvo Republike Slovenije gab am Mittwochnachmittag (25. September) bekannt, der Fluggesellschaft eine Gnadenfrist von einer Woche eingeräumt zu haben. Bis am 2. Oktober muss die Führung einen von externer Seite geprüften Restrukturierungsplan vorlegen, wie Direktor Rok Marolt vor der Presse erklärte.

Sofortiger Lizenz-Entzug

Zudem muss es auch den Nachweis gültiger Leasingverträge erbringen. Gelingt das nicht, ist es aus. Dann werde man Adria Airways die Betriebslizenz ohne Anhörung sofort entziehen, so Marolt.

Die Probleme von Adria Airways haben sich vergangenen Freitag akzentuiert, als eine Leasinggesellschaft zwei Bombardier CRJ 900 zurückholte, weil die Fluglinie ihre Rechnungen nicht mehr beglich. Am Dienstag und Mittwoch stellte sie darum ihren Betrieb mit Ausnahme eines Fluges ein. Am Donnerstag dürfte Adria Airways nun wieder starten - mit zehn Flugzeugen, so die Vorgabe der slowenischen Behörde.

Keine Flüge am Donnerstag und Freitag

Dennoch wird Adria Airways auch am Donnerstag (26. September) und Freitag (27. September) keine Flüge durchführen. Man arbeite in dieser Zeit weiter an einer Lösung für die finanziellen Probleme.

Mehr zum Thema

Bombardier CRJs von Adria Airways: Am 24. und 25. September heben keine Flieger ab.

Adria Airways stoppt wegen Geldmangel Flüge

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies