NAL Saras: Neuer Anlauf für den Flieger.

Ähnlichkeit mit Embraer-KonzeptIndisches Pusher-Flugzeug hebt wieder ab

Seit 30 Jahren arbeitet Indien an einem eigenen Passagierflieger. Nach einem Absturz lag die Entwicklung auf Eis. Nun flog die NAL Saras erstmals wieder.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Im März 2009 wurden Indiens Ambitionen in der Luftfahrt jäh geknickt. Damals stürzte der zweite Prototyp des neuen Flugzeugmodells NAL Saras in der Nähe von Bangalore ab. Die drei Menschen an Bord, zwei Piloten und ein Ingenieur, starben bei dem Unglück.  Die Entwicklung wurde eingestellt.

Fast neun Jahre später ist nun erneut ein Saras-Prototyp zu seinem Jungfernflug abgehoben. Der 14-Sitzer war am 24. Januar rund 40 Minuten in der Luft, erreichte eine Höhe von fast 2600 Metern und eine Geschwindigkeit von 145 Knoten oder 268 Kilometern pro Stunde. Das teilte der Hersteller National Aerospace Laboratories mit.

Ähnlichkeit mit CBA 123 Vector

Firmenchef Jitendra Jadhav sagte gegenüber der Zeitung Deccan Herald, das neue Flugzeug weise etliche Verbesserungen gegenüber der verunglückten Maschine auf, etwa bei der Avionik, beim Radar, bei den Auftriebshilfen und beim Kontrollsystem. Nun soll der Prototyp PT1N rund 20 Testflüge absolvieren, um Daten zu sammeln und das Design abgeschloßen werden kann.

In der Serienversion wird die Saras dann über 19 Sitzplätze verfügen. Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen Turboprop-Tiefdecker mit T-Leitwerk und einer sogenannten Pusher-Konfiguration, bei der sich die Propeller hinter den Triebwerken befinden. Damit ähnelt sie der CBA 123 Vector, die in den 1980er-Jahren von den brasilianischen und argentinischen Flugzeugbauern Embraer und FMA entwickelt wurde, aber nie in Serienproduktion ging. Auch die 123 Vector war für 19 Passagiere ausgelegt.

Auch finanzielle und Gewichtsprobleme

Die Anfänge des Saras-Projektes gehen ebenfalls zurück bis Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre, damals als Kooperation mit Russland, wo Myasishchev an einem ähnlichen Flugzeug tüftelte. Doch die Russen stiegen aus und die Entwicklung des indischen Fliegers verzögerte sich immer wieder, nicht nur durch den Absturz 2009, sondern etwa auch durch einen viel zu schweren ersten Prototypen und mehrmals durch finanzielle Schwierigkeiten.

Mehr zum Thema

Flugzeuge in Delhi: Indien hat genug von Unruly Passengers.

Indien greift gegen Pöbel-Passagiere durch

Spicejet-Crew: Bald auch auf der Langstrecke unterwegs?

Auch Spicejet will billig von Indien nach Europa

ticker-safran

Safran verkauft Anteil an Kabinenausstatter an Embraer

Die Produktion von Embraer in São José dos Campos: Bald auch ein Werk in Indien.

Embraer lässt seine Regionaljets künftig auch in Indien bauen

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack