Tony Fernandes: Kam es zu Bestechung?

Vorwurf der KorruptionIndische Behörden ermitteln gegen Air-Asia-Chef

Indien verdächtigt Air-Asia-Chef Tony Fernandes, die Regierung bestochen zu haben. Auch eine andere Fluglinie könnte Probleme bekommen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Über die 5/20-Regel hatten sich Fluggesellschaften in Indien jahrelang geärgert. Eine Fluglinie musste mindestens fünf Jahre lang fliegen und eine Flotte von mindestens 20 Fliegern besitzen, bevor sie internationale Flüge ab Indien anbieten durfte. 2016 entschied die Regierung dann, die Regel zu lockern. Die Fünfjahre-Klausel entfiel.

In diesem Zusammenhang ermitteln die indischen Behörden nun. Das Central Bureau of Investigation ermittelt gegen Air-Asia-Chef Tony Fernandes wegen des Verdachts auf Bestechung. Offenbar wirft man ihm und seinem Unternehmen vor, dafür bezahlt zu haben, dass die indische Regierung die Gesetzgebung anpasst.

Auch Vistara unter Verdacht?

Ende 2017 besaß Air Asia India eine Flotte von 14 Jets. Erst in den kommenden Wochen wird sie groß genug sein, um international zu fliegen. Laut den Vorwürfen der indischen Behörden wollte Fernandes zudem erreichen, dass die indische Tochter ab dem ersten Tag international fliegen kann. Er soll entsprechende Bestechungsversuche gestartet haben. Am Dienstag (29. Mai) kam es bei Air Asia deswegen zu Hausdurchsuchungen.

An Air Asia India ist zu 51 Prozent der indische Tata-Konzern beteiligt.  Tata ist ebenfalls an der privaten Airline Vistara beteiligt – gemeinsam mit Singapore Airlines, die 49 Prozent hält. Laut der Zeitung Straits Times ist auch eine singapurische Firma Teil der Ermittlungen der indischen Behörden. Auch Vistara profitierte von der Aufhebung der 5/20-Regel.

Mehr zum Thema

Air Asia: Die Regierung bereitet sich offenbar auch auf ein weiteres Schrumpfen vor.

Air Asia in finanzieller Not - Regierung spielt bereits den Ernstfall durch

ticker-air-asia

Air Asia mit hohem Verlust - will sich eine Milliarde Dollar beschaffen

ticker-air-asia-x

Air Asia X verschiebt Start der Flüge nach London

ticker-air-asia

Air Asia Philippines begleicht offene Gebühren und vermeidet Betriebsstopp

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier