Flieger von Air India in Delhi: Der Staat bleibt Eigentümer.

Strengere Regeln geplantIndien will Alkoholproblem anpacken

In Indien bleiben mehr Piloten und Flugbegleiter in Alkoholkontrollen hängen als anderswo. Die Behörden verweisen auf strengere Regeln.

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Dass man betrunken nicht arbeiten sollte, ist eigentlich selbstverständlich. Erst recht, wenn der Job beinhaltet, für die Sicherheit von Hunderten Passagieren zu sorgen. Dennoch kommt es ab und zu vor, dass Besatzungen von Fluggesellschaften alkoholisiert ihren Dienst antreten wollen – und meist zum Glück daran gehindert werden.

Während es in den meisten Ländern wenige Fälle sind, bestehen in Indien außergewöhnlich viele Angestellte von Airlines Alkoholtests nicht, berichtet das Portal Business Standard. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres fielen 123 Besatzungsmitglieder durch Atemtests. 2018 waren es insgesamt 256. 30 der dieses Jahr festgehaltenen Fälle betrafen Piloten, 93 die Kabinenbesatzung.

Bald auch Tests für Lotsen

Zum Vergleich: Laut der amerikanischen Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA verstießen 2018 Crewmitglieder gegen Alkoholbestimmungen. Die indische Behörde Directorate General of Civil Aviation DGCA erklärt die hohen Zahlen jedoch mit strikteren Regeln. Es gelte in der indischen Luftfahrt bei Alkohol eine Null-Toleranz-Regel. Sobald auch das kleinste bisschen im Blut ist, ist das zu viel. In den USA gilt eine 0,4 Promille-Grenze, in Europa eine von 0,2 Promille.

Besteht man in Indien den Test nicht, ist die Karriere nicht sofort zu Ende. Beim ersten Verstoß folgt ein dreimonatiges Flugverbot. Beim zweiten Mal dauert es drei Jahre an, erst beim dritten Mal wird ein Berufsverbot ausgesprochen. Bisher muss nur fliegendes Personal vor Arbeitsantritt Atemtests machen. Doch die DGCA will das ausweiten. Auch Personal am Boden, wie zum Beispiel Lotsen, sollen dieselben Regeln befolgen, heißt es. In den USA und Europa gibt es solche Regeln bereits.

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