Letzte Aktualisierung: um 19:58 Uhr

Iberia, Air Europa, Turkish Airlines

Sechs Flieger im Schneechaos von Madrid beschädigt

Sturm Filomena brachte Madrid große Mengen Schnee. Im Winterchaos erlitten auch mindestens sechs Flugzeuge Schäden an Triebwerken und Rumpf.

Lukas Wunderlich/aeroTELEGRAPH

Flieger von Iberia: Bei Start und Landung während des Schneechaos‘ in Madrid wurden mehrere Flugzeuge beschädigt.

Seit einem halben Jahrhundert hat es in Madrid nicht mehr so viel geschneit wie vor zwei Wochen. Wintersturm Filomena brachte der spanischen Hauptstadt nicht nur eine Rekordkälte von bis zu minus 20 Grad, sondern auch 30 Stunden lang ununterbrochenen Schneefall. Auf den Straßen lag danach eine bis zu 50 Zentimeter dicke weiße Decke.

La gran nevada (der große Schneefall), wie die Spanier das außergewöhnliche Ereignis nennen, sorgte auch am Flughafen Madrid-Barajas für Chaos. Er musste am 8. Januar zwischenzeitlich ganz schließen und auch an den darauffolgenden Tagen gab es viele Flugausfälle. Inzwischen hat sich die Lage normalisiert. Schnee und Sturm haben dennoch noch Folgen – sie haben mindestens sechs Flugzeuge beschädigt.

Dellen in Triebwerken und Außenhüllen

Zunächst wurde berichtet, dass die Flugzeuge lediglich Motorenprobleme hätten. Doch schnell stellte Iberia klar, dass die Schäden nicht von den Triebwerken ausgehen. Mehrere Dellen wurden an deren Außenhülle so wie am Rumpf der Jets entdeckt.

Die spanische Fluggesellschaft macht den Zustand der Landebahnen während des Schneechaos‘ dafür verantwortlich. Ob Eisbrocken, Steine oder etwas ganz anderes die Ursache für die Dellen sind, sagte sie jedoch nicht. Zwei Airbus A350, ein A330 und ein A320 von Iberia wurden vorerst aus dem Verkehr gezogen und müssen repariert werden.

An Voraussicht und guter Planung gemangelt

Auch Turkish Airlines und Air Europa beklagten Schäden an je mindestens einem ihrer Flieger. Die spanische Pilotenvereinigung Sepla fordert eine Stellungnahme des Flughafenmanagements und der Regierung, da die Sicherheit von Besatzungen und Passagieren gefährdet worden sei. Der Flughafenbetreiberin habe es an Voraussicht und guter Planung gemangelt.



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