Kondensstreifen von Fliegern: Ein plötzliches Grounding ist ärgerlich.

Airline-PleitenIata setzt Rettungs-Tarife durch

Wenn Fluggesellschaften den Betrieb einstellen, stranden Passagiere. Nun haben sich IATA-Mitglieder verpflichtet, Opfern günstige Rückflüge anzubieten.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Europas Luftfahrt durchlebt schwere Zeiten. Druck durch Billigkonkurrenz und hohe Treibstoffkosten trieben schon mehrere Fluggesellschaften in den Ruin. Air Alps, OLT Express, Spanair, Malev oder Bingo Airways sind nur einige Beispiele für Fluglinien, die es nicht schafften. Und Airlinemanager wie IAG-Chef Willie Walsh denken, dass es das noch nicht war. Auch Ryanair-Chef Michael O'Leary geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren zu weiteren Pleiten und Zusammenschlüssen kommen wird.

Die Leidtragenden sind oft die Passagiere. Stellt eine Fluglinie unverhofft ihren Betrieb ein, stranden sie irgendwo ohne Rückflugticket. Dieses Problem ging der Internationale Luftfahrtverband Iata nun an. Wie er mitteilt, haben sich seine Mitglieder verpflichtet, gestrandeten Passagieren Spezialtarife anzubieten. Wer von und nach oder innerhalb von Europa fliegt, bekommt von den Iata-Mitgliedern im Falle einer Airline-Pleite Billigtickets für die Heimreise – sofern es Platz hat.

Zwei Wochen nach der Pleite verfügbar

Die Rettungstarife werden bis zu zwei Wochen nach der Pleite verfügbar sein - oder so lange, bis die Tickets ausverkauft sind, teilt Iata-Chef Tony Tyler mit. Jeder, der keine entsprechende Versicherung besitzt, kann davon profitieren, kündigt er an. Das zeige, dass man mehr denn je darauf aus sei, den Passagieren zuverlässigen Service zu bieten, so Tyler. Er sei froh, dass das, was bislang auf Kulanz beruhte nun formalisiert worden sei.

Die Teilnahme an dem Programm, so Tyler, ist freiwillig. «Ein Zwang würde niemandem helfen», erklärte er in einer Medienmitteilung. Ursprünglich war auch einmal eine Fondslösung angedacht, in die alle Fluglinien einbezahlt hätten. Doch das stieß auf Ablehnung. Fluggesellschaften, die gut wirtschaften, würden so schwache unterstützen, lautete die Kritik. Das sei nun sicher nicht mehr der Fall, erklärte Tyler. Es gehe einzig und allein um die Passagiere.

Mehr zum Thema

ticker-iata

1,2 Milliarden Dollar: In welchen Ländern am meisten Einnahmen von Airlines blockiert sind

ticker-iata

Nachhaltiger Flugkraftstoff: Iata warnt vor geringerem Wachstum und hohen Kosten beim SAF

ticker-iata

Iata erwartet stabile Airline-Gewinne 2026 trotz anhaltender Belastungen

ITA Airways Airbus A320neo

Können Sie Fluggesellschaften am Kürzel erkennen?

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin