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Airline-Pleiten

Iata setzt Rettungs-Tarife durch

Wenn Fluggesellschaften den Betrieb einstellen, stranden Passagiere. Nun haben sich IATA-Mitglieder verpflichtet, Opfern günstige Rückflüge anzubieten.

aeroTELEGRAPH

Kondensstreifen von Fliegern: Ein plötzliches Grounding ist ärgerlich.

Europas Luftfahrt durchlebt schwere Zeiten. Druck durch Billigkonkurrenz und hohe Treibstoffkosten trieben schon mehrere Fluggesellschaften in den Ruin. Air Alps, OLT Express, Spanair, Malev oder Bingo Airways sind nur einige Beispiele für Fluglinien, die es nicht schafften. Und Airlinemanager wie IAG-Chef Willie Walsh denken, dass es das noch nicht war. Auch Ryanair-Chef Michael O’Leary geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren zu weiteren Pleiten und Zusammenschlüssen kommen wird.

Die Leidtragenden sind oft die Passagiere. Stellt eine Fluglinie unverhofft ihren Betrieb ein, stranden sie irgendwo ohne Rückflugticket. Dieses Problem ging der Internationale Luftfahrtverband Iata nun an. Wie er mitteilt, haben sich seine Mitglieder verpflichtet, gestrandeten Passagieren Spezialtarife anzubieten. Wer von und nach oder innerhalb von Europa fliegt, bekommt von den Iata-Mitgliedern im Falle einer Airline-Pleite Billigtickets für die Heimreise – sofern es Platz hat.

Zwei Wochen nach der Pleite verfügbar

Die Rettungstarife werden bis zu zwei Wochen nach der Pleite verfügbar sein – oder so lange, bis die Tickets ausverkauft sind, teilt Iata-Chef Tony Tyler mit. Jeder, der keine entsprechende Versicherung besitzt, kann davon profitieren, kündigt er an. Das zeige, dass man mehr denn je darauf aus sei, den Passagieren zuverlässigen Service zu bieten, so Tyler. Er sei froh, dass das, was bislang auf Kulanz beruhte nun formalisiert worden sei.

Die Teilnahme an dem Programm, so Tyler, ist freiwillig. «Ein Zwang würde niemandem helfen», erklärte er in einer Medienmitteilung. Ursprünglich war auch einmal eine Fondslösung angedacht, in die alle Fluglinien einbezahlt hätten. Doch das stieß auf Ablehnung. Fluggesellschaften, die gut wirtschaften, würden so schwache unterstützen, lautete die Kritik. Das sei nun sicher nicht mehr der Fall, erklärte Tyler. Es gehe einzig und allein um die Passagiere.



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