Jet von Juneyao: Die Fluglinie zweifelt an den Vorwürfen.

Beinahe-Crash wegen Pilotenstreit

Dass Kollegialität lebenswichtig sein kann, musste ein Pilot von Qatar Airways auf die harte Tour lernen.

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Ein Flugzeug von Qatar Airways entging beim Landeanflug im chinesischen Hongqiao um Haaresbreite einer Katastrophe. Schuld an dem Beinahe-Crash war ausgerechnet der Pilot eines anderen Flugzeuges. Der Kapitän des Airbus A320 der privaten chinesischen Airline Juneyao weigerte sich, mit seiner Landung zu warten, um der Linienmaschine aus dem Nahen Osten die Landung zu ermöglichen. Dies meldet die Zeitung China Daily.

Der Tower des Flughafens Hongqiao hatte ihn gebeten, noch eine Schleife zu drehen und die Qatar-Boeing-B777-300 zuerst landen zu lassen. Dieser hatte eigentlich in Shanghai landen sollen und war umgeleitet worden. Der Vorfall ereignete sich bereits am 13. August. Ein Sturm in der chinesischen Milliardenmetropole war der Grund für die Umleitung. Wegen der zusätzlichen Strecke ging dem Flieger langsam der Treibstoff aus. Der Pilot meldete sich bei Tower mit der Ansage, das Kerosin reiche noch für fünf weitere Minuten, man müsse sofort landen - eben vor der Maschine der chinesischen Fluggesellschaft.

Fast kollidiert

Der Juneyao-Pilot sah das gar nicht ein. Er habe schon eine lange Zeit auf die Landung warten müssen, man wolle sofort landen, soll er dem Tower gesagt haben. Dabei hatte dieser Flieger noch Treibstoff für mindestens eine weitere Flugstunde. Gemäß der Zeitung Global Times kamen sich die beiden Maschinen im Verlauf des Zwists so nahe, dass sie fast kollidierten. Trotzdem gelang beiden schließlich eine sichere Landung.

Juneyao bestätigte das Verhalten des Piloten. Aber man zweifle, so eine Sprecherin der 2005 gegründeten Airline gegenüber der Zeitung, dass die Qatar-Maschine tatsächlich nur noch so wenig Treibstoff zur Verfügung hatte. Trotzdem habe man die Piloten und die Crew suspendiert, bis die Einzelheiten des Zwischenfalls aufgedeckt seien. Die chinesische Luftfahrtbehörde prüft jetzt den Vorfall. Falls sich die Vorwürfe gegen die Piloten als wahr erweisen sollten, würden ihn und die Fluggesellschaft harte Strafen erwarten.

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