Boeing 777 von Cathay Pacific: Wie groß ist Flotte in Zukunft?

Hongkong hilft mit Kapital und KreditStaat rettet Cathay Pacific

Die Fluglinie aus Hongkong war schon vor der Corona-Krise angeschlagen. Um sich zu retten, beschafft sich Cathay Pacific frisches Geld - den Großteil davon bei der Regierung.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Als Covid-19 begann sich auszubreiten, reagierte das Management rasch. Es reduzierte die Passagierkapazität um 97 Prozent, kürzte sich das Gehalt, verschob die Lieferungen neuer Flugzeuge, nahm ältere Flieger frühzeitig außer Betrieb und bot Angestellten freiwilligen Urlaub an. Dennoch verbrannte Cathay Pacific weiter Geld, viel Geld.

Weil die Einnahmen aus den Ticketverkäufen nur rund ein Prozent des Vorjahresniveaus erreichten, verlor die Fluggesellschaft seit Februar monatlich etwa 2,5 bis 3 Milliarden Hongkong-Dollar oder umgerechnet 286 bis 343 Millionen Euro an Liquidität. Die Situation wurde deshalb zunehmend gefährlich. Denn Cathay Pacific war bereits vor der Corona-Krise angeschlagen. Die politischen Proteste in Hongkong hatten seit vergangenem Sommer für einen Rückgang bei den Buchungen gesorgt.

Staat bekommt Anteil von 6 Prozent

Deshalb besorgt sich die Gruppe – zu der auch Cathay Dragon, Hong Kong Express und Air Hong Kong gehören – jetzt frisches Geld. 39 Milliarden Hongkong-Dollar oder umgerechnet 4,6 Milliarden Euro sind es insgesamt, wie am Dienstag (9. Juni) bekannt gegeben wurde. Den Großteil steuert die Regierung der Sonderverwaltungszone bei. Sie zeichnet nicht nur Vorzugsaktien für 19,5 Milliarden. Sie gewährt der Fluggesellschaft auch einen Kredit von 7,8 Milliarden Hongkong-Dollar.

Durch die Transaktion wird erstmals der Staat Mitaktionär bei der Cathay Pacific Group. Die Sonderverwaltungszone bekommt einen Anteil von rund 6 Prozent am Kapital. Zudem darf sie zwei Beobachter zu den Sitzungen des Aufsichtsrates schicken.

Swire, Air China und Qatar machen mit

Geld sollen aber auch externe Investoren einschießen. Die Gruppe will ihr Kapital gleichzeitig um zusätzliche 11,7 Milliarden Hongkong-Dollar erhöhen. Die drei bisherigen Hauptaktionäre haben bereits zugesagt, mitzumachen. Dennoch sinken ihre Anteile leicht. Die Beteiligung des Hongkonger Konglomerats Swire Group fällt von 45 auf 42 Prozent, die von Air China von 30 auf 28 und die von Qatar Airways von 10 auf 9,8.

Mit neuen Polstern ausgestattet, will sich die Führung nicht zurücklehnen.«Ganz im Gegenteil. Es bedeutet, dass wir unsere Anstrengungen zur Umgestaltung unseres Unternehmens verdoppeln müssen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Heute haben wir eine neue Runde von Gehaltskürzungen für Führungskräfte und eine zweite freiwillige Sonderurlaubsregelung für unsere Mitarbeiter angekündigt», kommentiert Aufsichtsratspräsident Patrick Healy.

Suche nach künftiger Größe

Im vierten Quartal will die Cathay Pacific Group die Pläne präsentieren, wie sie in die Zukunft geht. Dann wird sie sich auch zu ihrer künftigen Größe äußern. Aktuell besteht ihre Flotte aus 238 Flugzeugen. 70 weitere sind bestellt, unter anderem 21 Boeing 777X und 32 Airbus A321 Neo.

Mehr zum Thema

Boeing 777X von Cathay Pacific: Bleibt es bei der Skizze?

Cathay Pacific verliert Lust auf Boeing 777X

Flieger von Cathay Pacific: Schlechte Auslastung.

Coronavirus trifft bereits geschwächte Cathay Pacific

Airbus A350-100 von Cathay in Zürich: Probleme mit dem Triebwerk.

Cathay ersetzt auch den Präsidenten

Der umlackierte Airbus A319: Trägt nun den Schriftzug Xizang Airlines.

Heißt Tibet Airlines bald nicht mehr Tibet Airlines?

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack