MD-87 von Saicus Air: Steht in seit Jahren in Madrid.

SpanienHerrenlose Flugzeuge

Auf dem Flughafen Madrid stehen acht funktionsfähige Flugzeuge, die niemand mehr abholt. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

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Sie stehen nicht erst seit gestern dort. An den Flughafen Madrid-Barajas seien die Flugzeuge zwischen 1991 und 2005 gekommen, erklärte Miguel Ángel Oleaga gegenüber der Nachrichtenagentur EFE. Der Chef der Flughafenbetreiberin hat nun eine Weisung erlassen, um die acht herrenlosen Flugzeuge loswerden zu können. Dabei handelt es sich keineswegs nur um Kleinflugzeuge. Unter den verlassenen Fliegern befinden sich auch eine DC3 oder eine MD87.

Wenn die Verantwortlichen einmal feststellen, dass ein abgestelltes Flugzeug seit längerem nicht mehr fliegt, müssen sie den Eigentümer ausfindig machen. Doch der im Register eingetragene Eigner ist oft nicht der eigentliche, sondern nur der Betreiber. Deshalb gibt es immer wieder Fälle, in denen es den Flughafenleuten nicht gelingt, den Besitzer der verlassenen Maschinen zu finden. Dann müssen sie das Flugzeug drei Mal amtlich ausschreiben, um am Ende darüber verfügen zu können. «Wir geben sie dann zu Übungszwecken an die Feuerwehr oder als Ausstellungsobjekt an Museen», sagte Ignacio Aznar vom Flughafen Madrid der Agentur EFE.

In Konkurs

Kürzlich ging etwa eine DC3 an ein Museum, die bereits jahrzehntelang in Barajas herumgestanden hatte. In einem anderen Fall handelt es sich um eine McDonnell MD-87 der spanischen Airline Siacus Air. Die Fluglinie ging bankrott und ließ die Flieger daraufhin stehen. Es gibt aber auch Fälle, bei denen der Eigentümer die Flugzeuge ganz einfach nicht mehr will. So ließ ein Unternehmen etwa gleich drei Gulfstream 1 in Madrid stehen, weil die Eigentümer der Maschinen in Problemen waren und die Führung des Unternehmens die Flieger selbst nicht wollte.

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