Eine Beechcraft: Schulden plagen den Hersteller.

Hawker Beechcraft am Abgrund

Der amerikanische Bauer von Kleinflugzeugen steckt in massiven Finanzproblemen. Er schließt den Konkurs nicht mehr aus.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die finanzielle Lage bei Hawker Beechcraft ist besorgniserregend. 2,33 Milliarden Dollar betrugen die Schulden Ende 2011. Und sie werden immer größer. Der amerikanische Hersteller von kleineren Passagierflugzeugen schreibt tiefrote Zahlen. 2010 betrug der Verlust 305 Millionen Dollar, letztes Jahr waren es 633 Millionen. Deshalb entlässt das Unternehmen nun 350 von 4700 Angestellten an seinem Standort Wichita im Bundesstaat Kansas. «Wir gehen unseren Weg weiter in diesem schwierigen und sich verändernden Umfeld», sagte Aufsichtsratsvorsitzender Bill Boisture in einem Brief an die Belegschaft. Bereits in den Monaten zuvor musste er rund 190 Stellen abbauen, wie die Zeitung The Wichita Eagle berichtet. Ebenfalls schickte er Mitarbeiter in Zwangsurlaub.

Hawker Beechcraft stellt kleinere Passagierflugzeuge her, die von Privatbesitzern, Firmen aber auch Fluggesellschaften in abgelegeneren Regionen der Welt operieren. Klassiker sind die Beechcraft Bonanza und die Beechcraft 1900. Das Traditionsunternehmen wurde 2006 an die Finanzinvestoren Goldman Sachs und Onex verkauft, die dem Kaufobjekt einen Teil des Preises als Schulden aufbürdeten. Dies lastet nun schwer auf Hawker Beechcraft, da die globale Konjunkturkrise Flugzeugkäufer zurückhaltender macht.

Maßnahmen im Visier

Die Probleme sind offenbar wirklich akut. In einem Bericht an die Börsenaufsicht SEC vom 13. April berichtete das Unternehmen, dass gewisse zentrale Lieferanten drohten, unter normalen Modalitäten keine Ware mehr an Hawker Beechcraft zu liefern. Zuvor warnte das Management im Jahresbericht, dass es Zweifel hat, dass man in der heutigen Form überleben könne. Es prüft deshalb den Verkauf von Firmenteilen, Einsparungen oder auch den Konkurs nach Chapter 11.

Ergänzung von 6. Mai:

Am 4. Mai hat Hawker Beechcraft meldete Insolvenz unter Chapter 11 an, um sich zu reorganisieren.

Mehr zum Thema

ticker-usa

Luftfrachtbranche fordert Klarheit nach US-Gerichtsentscheidung zu Zöllen

Nachthimmel in den Bergen Colorados: 1982 wurde ein Mann gerettet, weil in einem Passagierflugzeug jemand die SOS Zeichen erkannte.

40 Jahre alter Cold Case gelöst - SOS aus Flugzeug von United Airlines erkannt

Bombardier Global 6500: Trump will kanadischen Fliegern die Zulassung entziehen.

Trump droht Kanada mit Entzug von Flugzeug-Zertifizierungen – Weißes Haus rudert zurück

Airbus A321 Neo: Hier ein Exemplar vom Ableger Wizz Air Abu Dhabi.

Wizz Air will in die USA fliegen

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies