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Noch mehr Reichweite

Hat Airbus die ersten A321-XLR-Orders schon sicher?

Offenbar hat Airbus bereits unverbindliche Bestellungen für den A321 XLR. US-Konkurrent Boeing gerät dadurch weiter unter Druck.

Airbus

Airbus A321 LR: Bleibt offenbar nicht die reichweitenstärkste A321-Variante.

Boeing ist noch zögerlich, was das sogenannte NMA-Flugzeug angeht, in der Branche auch als 797 bekannt. Erst 2020 werde man eine Entscheidung treffen, ob man den Jet, der die Lücke zwischen Dreamliner und 737 füllen soll, wirklich baut.

Airbus nutzt diese zusätzliche Zeit nun aus, um Fluggesellschaften vom eigenen Produkt zu überzeugen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, nimmt der europäische Flugzeugbauer Vorbestellungen für eine neue Version des Airbus A321 Neo entgegen.

Schon erste Orders

Das Projekt A321 XLR soll die Reichweite des längsten Familienmitglieds der A320-Familie noch weiter erhöhen. Das maximale Startgewicht soll 101 Tonnen betragen. Die Reichweite des Jets soll sich so gegenüber dem bereits vorhandenen A321 LR um weitere 400 bis 500 nautische Meilen erhöhen und könnte dann bis zu 8400 Kilometer betragen. Der A321 LR bringt es auf eine Reichweite von bis zu 7400 Kilometern.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat Airbus bereits erste Orders für den XLR an Land gezogen – und damit Boeing wohl potenzielle 797-Kunden weggeschnappt. Ziel sei es, 200 bis 300 Vorbestellungen einzusammeln, bevor man das Programm offiziell starte. Ein Markteintritt des neuen Fliegers könnte aber schon 2023 erfolgen – und damit vor Boeings neuem Jet, bei dem die Rede von 2025 ist. Das ist allerdings bereits ziemlich ambitioniert.

Zwei Versionen geplant

Boeing redet beim NMA von einem Hybrid, der die Wirtschaftlichkeit eines Fliegers mit einem Gang und den Komfort eines Jets mit zwei Gängen biete. Das sollen mehrere Faktoren möglich machen, etwa der Gebrauch von Verbundwerkstoffen, ein effizienter Antrieb, fortschrittliche Tragflächentechnologie und entsprechende Produktionssysteme.

Geplant sind gemäß unbestätigten Berichten zwei Versionen. Die NMA-6X soll 2025 auf den Markt kommen. Sie würde 225 Passagiere fassen und eine Reichweite von 5000 nautischen Meilen oder 9260 Kilometern aufweisen. Die 7X soll zwei Jahre später folgen, 265 Passagiere fassen und 4500 nautische Meilen oder 8330 Kilometer fliegen können. Boeings Argument für die 797 sind der höhere Komfort gegenüber der A321-Familie, was auf Langstrecken eine Rolle spielen kann. Doch für viele Kunden dürfte die Verfügbarkeit ein ebenso wichtiger Faktor sein.



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