Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo: Schwieriger Anflug.

Schwieriger FlughafenHäufige Umleitungen machen Madeira Sorgen

Der Flughafen von Funchal ist schwierig anzufliegen. Immer wieder müssen Flüge bei schlechtem Wetter umgeleitet werden. Das macht der Tourismusbranche von Madeira Sorgen.

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Die Landung in Funchal gehört zu den schwierigsten überhaupt. Der internationale Flughafen der Hauptstadt der portugiesischen Atlantikinsel Madeira ist ins Meer gebaut, zur Seite erhebt sich ein Steilhang. Zudem herrschen hier oft Scherwinde. Beim Aufsetzen kommt es dann mitunter zu einem Auftrieb.

In den Siebzigerjahren kam es deshalb in Funchal zu drei tödlichen Unfällen. Einer war der einer Sud Aviation SE-210 Caravelle der schweizerischen Charterfluggesellschafft Sata. 36 Insassen starben beim Unglück am 18. Dezember 1977, als die Piloten die Orientierung verloren und statt die Landebahn das Meer ansteuerten.

Meisterwerk der Ingenieurskunst

Seither wurde die Sicherheit massiv verbessert. Die einzige Piste 05/23 wurde im Jahr 2000 auf 2780 Meter verlängert. Dazu wurde eine 1020 Meter lange und 180 Meter breite Brücke gebaut, auf der ein Teil der Start- und Landebahn liegt. Sie steht auf bis zu 120 Meter großen Pfeilern, die 60 Meter über den Meeresspiegel ragen. Das Bauwerk gilt als Meisterwerk der Ingenieurskunst.

Dennoch dürfen noch immer nur speziell ausgebildete Piloten den Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo ansteuern. Und es kommt weiterhin zu Umleitungen zu anderen Airports, wenn das Wetter sich plötzlich verschlechtert. Die Flugzeuge müssen dann zur Nachbarinsel Porto Santo, nach Teneriffa oder nach Marrakesch ausweichen. Rund 900 Mal kam es vergangenes Jahr dazu.

Regionalregierung hat gehandelt

Das macht der Tourismusbranche der Blumeninsel Sorgen. Sie fürchtet, dass Reiseveranstalter andere Ziele Madeira vorziehen könnten, solange der Flughafen so unberechenbar ist. Es brauche daher einen Notfallplan. «Die beschränkte Betriebsfähigkeit des Flughafens zerstört das Vertrauen der Branchenakteure und vertreibt die Flugzeuge langsam, aber sicher», so Verbandspräsident Pedro Costa Ferreira gemäß dem Nachrichtenportal Sapo.

Die Regionalregierung erklärte, man habe schon einiges unternommen. Im laufenden Jahr seien nur noch 1,7 Prozent der Flüge umgeleitet worden - rund die Hälfte der Menge vom Vorjahr.

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