Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo: Schwieriger Anflug.

Schwieriger FlughafenHäufige Umleitungen machen Madeira Sorgen

Der Flughafen von Funchal ist schwierig anzufliegen. Immer wieder müssen Flüge bei schlechtem Wetter umgeleitet werden. Das macht der Tourismusbranche von Madeira Sorgen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Landung in Funchal gehört zu den schwierigsten überhaupt. Der internationale Flughafen der Hauptstadt der portugiesischen Atlantikinsel Madeira ist ins Meer gebaut, zur Seite erhebt sich ein Steilhang. Zudem herrschen hier oft Scherwinde. Beim Aufsetzen kommt es dann mitunter zu einem Auftrieb.

In den Siebzigerjahren kam es deshalb in Funchal zu drei tödlichen Unfällen. Einer war der einer Sud Aviation SE-210 Caravelle der schweizerischen Charterfluggesellschafft Sata. 36 Insassen starben beim Unglück am 18. Dezember 1977, als die Piloten die Orientierung verloren und statt die Landebahn das Meer ansteuerten.

Meisterwerk der Ingenieurskunst

Seither wurde die Sicherheit massiv verbessert. Die einzige Piste 05/23 wurde im Jahr 2000 auf 2780 Meter verlängert. Dazu wurde eine 1020 Meter lange und 180 Meter breite Brücke gebaut, auf der ein Teil der Start- und Landebahn liegt. Sie steht auf bis zu 120 Meter großen Pfeilern, die 60 Meter über den Meeresspiegel ragen. Das Bauwerk gilt als Meisterwerk der Ingenieurskunst.

Dennoch dürfen noch immer nur speziell ausgebildete Piloten den Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo ansteuern. Und es kommt weiterhin zu Umleitungen zu anderen Airports, wenn das Wetter sich plötzlich verschlechtert. Die Flugzeuge müssen dann zur Nachbarinsel Porto Santo, nach Teneriffa oder nach Marrakesch ausweichen. Rund 900 Mal kam es vergangenes Jahr dazu.

Regionalregierung hat gehandelt

Das macht der Tourismusbranche der Blumeninsel Sorgen. Sie fürchtet, dass Reiseveranstalter andere Ziele Madeira vorziehen könnten, solange der Flughafen so unberechenbar ist. Es brauche daher einen Notfallplan. «Die beschränkte Betriebsfähigkeit des Flughafens zerstört das Vertrauen der Branchenakteure und vertreibt die Flugzeuge langsam, aber sicher», so Verbandspräsident Pedro Costa Ferreira gemäß dem Nachrichtenportal Sapo.

Die Regionalregierung erklärte, man habe schon einiges unternommen. Im laufenden Jahr seien nur noch 1,7 Prozent der Flüge umgeleitet worden - rund die Hälfte der Menge vom Vorjahr.

Mehr zum Thema

Ein Triebwerk der abgestürzten Caravelle: Völlig intakt.

Wrack nach 33 Jahren entdeckt

Easyjet-Flieger beim Anflug auf Madeira: Er war nicht der Einzige, der es schwer hatte.

Harte Tage auf Madeira

Das Leitwerk: Überwachsen mit Seegras und Muscheln.

«Nun suchen wir das Cockpit»

Airbus A320 von Condor: Gleich zwei Mal kam es zu ungeplanten Flugverläufen.

Condors D-AICF schon wieder auf Odyssee

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg