Heckflosse von Gulf Air: Bald hauptsächlich regionale Routen.

Gulf Air versetzt Boeing und Airbus

Nur Geld aus der Staatskasse hält die Fluglinie aus Bahrain am Leben. Nun wird gespart. Die Bestellungen neuer Flieger werden wohl storniert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Dieses Mal sind es umgerechnet 376 Millionen Dollar. Den Betrag will das Parlament von Bahrain der Nationalairline zur Verfügung stellen, damit diese weiterfliegen kann. König Hamad gab ebenfalls sein Okay für die Hilfen. Der Arabische Frühling, hohe Kerosinpreise und die starke Konkurrenz durch Emirates und Co. setzten Gulf Air zuletzt zu. Mit den neuen Finanzhilfen soll die Airline Schulden begleichen und ihre Restrukturierung finanzieren können. Über die letzten vier Jahre pumpte das Emirat bereits rund 2 Milliarden Euro in Gulf Air, wie ein Bericht des nationalen Rechnungshofes ergab.

Die neuste Restrukturierung könnte radikal ausfallen. Stellenstreichungen und eine Verkleinerung der Flotte dürften anstehen, berichtet das Fachportal Air Transport World. Wie es von der Regierung heißt, soll die Mitarbeiterzahl von 3800 radikal auf 1800 gekürzt, die Flotte von momentan rund 40 auf 20 Jets halbiert werden. Offenbar plant man bei Gulf Air, sich hauptsächlich auf regionale Strecken zu konzentrieren. Nur noch zwei Langstreckenflieger sollen im Flugzeugpark verbleiben, welche die Strecken nach Paris und London bedienen.

Bestellungen wohl storniert

Diese Nachricht hört man bei Airbus und Boeing kaum gerne: Gulf Air hat beim europäischen Flugzeugbauer offiziell noch eine Bestellung von 20 Airbus A330-300 ausstehen, bei der amerikanischen Konkurrentin eine für inzwischen noch 16 B787. Acht Dreamliner bestellte die Fluglinie bereits vorher ab, nun dürfte es zu weiteren Stornierungen kommen. Die Fluglinie befindet sich offenbar in Gesprächen mit Airbus und Boeing. In den nächsten Wochen soll eine offizielle Stellungnahme zum Thema erfolgen.

Wie das Fachmagazin Aviation Week berichtet, wurde die Airbus-Bestellung wohl ohnehin schon storniert. Diese hatte Gulf Air bereits im Jahr 2008 getätigt. Doch ausgeliefert hat der Produzent noch keinen dieser 20 Jets. Im Juni 2010 hatte der europäische Flugzeugbauer bekannt gegeben, dass eine Bestellung über 10 A330-300 zurückgezogen wurde, im September dieses Jahres verkündete man noch einmal dasselbe. Welcher Kunde betroffen war, teilte Airbus nicht mit. Doch die Aviation Week ist sich nach einer Auswertung der Flottendatenbank sicher: Es muss Gulf Air gewesen sein. Fast alle Bestellungen, die in den Jahren 2008 und 2009 getätigt wurden, seien nämlich bereits ausgeliefert.

Mehr zum Thema

Airbus A350-1000 bei der Farnborough Airshow: Bisher noch die längste Version des A350.

Airbus prüft zweite A350-Produktionslinie – und will bald über A350-2000 entscheiden

Condors künftige D-ANRR am 14. Oktober bei Airbus in Toulouse: einer der überprüften und verzögerten A330 Neo.

Airbus A330 Neo von Condor muss genauer inspiziert werden und verspätet sich

ticker-airbus-konzern-

Airbus-Prognose für 2045: Mehr als 45.000 Flugzeuge, pro Jahr 10 Milliarden Fluggäste, Boom bei Dienstleistungen

Ausgeliefert: Der erste Airbus A350 von KLM in Amsterdam.

So plant KLM mit dem Airbus A350

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin