Airbus A350: Der Konzern verkaufte 2019 besser als 2018 - aber nicht sehr viel besser.

Viele Stornos zum JahresendeGroßreinemachen im Orderbuch von Airbus

Der Flugzeugbauer hat im Dezember einige Bestellungen erhalten - eine für A330 Neo ist besonders interessant. Derweil tilgte Airbus zum Jahresende viele Aufträge aus den Büchern.

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Der letzte Monat des Jahres war ein durchzogener. Airbus hat im Dezember neue Bestellungen von fünf Kunden erhalten. Bekannt waren bereits die Orders von United Airlines über 50 A321 XLR und Air France über 60 A220-300. Nordic Aviation Capital hat ihre Absichtserklärung für sechs A220-100 und 14 A220-300 zur festen Bestellung gemacht. Ein nicht genannter Privatkunde gab zudem einen A319 Neo in Auftrag. Die wirklich interessante Nachricht vom Dezember ist aber die Bestellung von 40 A330-900 von einem «nicht genannten Kunden».

40 ist genau die Zahl von A330 Neo, die Emirates eigentlich ordern wollte. Bei der Dubai Air Show im November bestellte die Golfairline dann aber 50 A350-900 und damit 20 Exemplare mehr als geplant - und verzichtete auf die A330 Neo. Die Chefetage von Emirates wollte dennoch nicht klar sagen, dass die A330-Neo-Order damit gestorben sei, sondern umging die Frage. Hat die Fluglinie den Auftrag doch noch platziert?

Diese Flieger wurden abbestellt

Auf der anderen Seite hat Airbus zum Jahresende ein Großreinemachen im Orderbuch veranstaltet. So fielen beim A220-100 zehn weitere Flieger weg. Über das ganze Jahr gesehen wurden damit 18 A220-100 bestellt, aber auch 15 storniert. So bleibt unter dem Strich ein Plus von drei Fliegern. Beim A320 Neo stricht Airbus gar 40 Jets. 2019 standen somit 304 bestellten A320 Neo 112 abbestellte gegenüber. Netto ergibt das ein Plus von 192, nachdem es Ende November noch 242 gewesen waren.

Im Dezember strich der Hersteller acht bestellte A321 sowie 13 A321 Neo aus den Büchern. Mit 490 Bestellungen und nur 14 Abbestellungen war der A321 Airbus' Bestseller des Jahres - auch dank der neuen Variante XLR. Beim A330 stornierte ein Kunde einen A330-Frachter. Beim A330-300 stand auch ein Minus von vier zu Buche, beim A330-900 strich Airbus zwei Flieger. Beim A350-900 fielen 33 Jets der Jahresendreinigung zum Opfer. Nachdem hier im November 104 Bestellungen noch 46 Stornierungen entgegengestanden hatten, waren es zum Jahresende 79 Abbestellungen. Unter dem Strich bliebt damit ein Plus von 22 A350-900, nachdem es im November noch 55 waren.

Nur leichter Zuwachs im Vergleich zu 2018

In der Gesamtbilanz hat Airbus 2019 Bestellungen für 1131 Flugzeuge erhalten und Stornierungen für 363 Jets. Unter dem Strich ergibt das ein Plus von 768 georderten Flugzeugen. Damit ließ Airbus im vergangenen Jahr bei den Nettobestellungen den letztjährigen Wert 747 hinter sich, der ja irgendwie an den Konkurrenten Boeing erinnert. Ausgeliefert hat der europäische Flugzeugbauer 2019 863 Flugzeuge an 99 Kunden. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Plus von 8 Prozent.

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