Fliegen im Jahr 2075

Reisen schneller als der Schall, Fliegen in Formationen, Jets ohne Piloten - Ingenieure zeigen, wie die Zukunft aussehen könnte.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es sind kühne Visionen, welche die Institution of Mechanical Engineers vorstellt. Noch vor Ablauf des Jahrhunderts könnten Passagiere in unbemannten Fliegern fünfmal schneller als der Schall reisen, so die Prognosen der Vereinigung britische Ingenieure. Aber auch andere Neuerungen habe man auf dem Weg dorthin vor sich. Die wohl kurioseste Prognose, wie die Zukunft der Luftfahrt aussehen könnte: Passagierjets werden in Formationen fliegen, um Treibstoff zu sparen - genauso wie es Fahrradfahrer im Windschatten der anderen tun. Wenn man die Luftströme des voran fliegenden Jets optimal nutze, könne man eine Treibstoffersparnis von 12 Prozent erreichen. Nötig dafür sei eine entsprechende technische Ausrüstung, welche die Abstände der Flieger voneinander kontrolliert.

Und - für Passagiere auch nicht ganz unwichtig - die Flugzeuge würden in diesem Szenario nicht von einem Piloten gesteuert. Man sei sich darüber bewusst, dass man die momentanen Technologien, die Militärfliegern unbemannte Flüge zur Gewinnung von Informationen ermöglichen, nicht eins zu eins auf Passagierjets übertragen könne. Trotzdem: Es laufen laut dem Bericht «Aero 2075 - flying into a brighter future?» schon Testprogramme, die prüfen, wie man Formationsfliegen im zivilen Luftverkehr besonders sicher gestalten kann.

Wieder schneller als der Schall

Gegen diese Vision kommt die Ankündigung, dass man schon bald regulär mit Überschallgeschwindigkeit reisen könnte, fast wie ein alter Hut daher. Das Institut rechnet damit, dass die Technik schon bis Ende des Jahrhunderts so weit fortgeschritten ist, dass die Vision, mit einem Vielfachen des Schalls um die Welt zu düsen, Wirklichkeit werden kann. Vor allem die Fortschritte, die man beim Weltraumreisen momentan erreiche, könnten auch die zivile Luftfahrt schnell verändern. Ein Passagierflieger mit einem Überschalltriebwerk befinde sich schon in der Testphase. Dieser würde mit den Reisenden direkt ins Orbit schießen und dann über der Atmosphäre um die Welt reisen. Aber auch was das schnellere Reisen innerhalb der Atmosphäre angeht, forscht man an Verbesserungen. Hier stehen dem Überschall-Reisen vor allem Lärm- und Effizienzprobleme im Weg.

Das Aussehen von Jets könnte sich in den nächsten Jahrzehnten stark verändern - weg von der Zigarrenform und hin zu einem Design, bei dem der Übergang zu den Tragflächen ein fließender ist. Laut dem Ingenieur-Institut ist eine erste Veränderung beim Design von Fliegern beim neuen Dreamliner von Boeing erkennbar. Leichtere Materialien und eine bessere Aerodynamik sorgten schon hier für eine große Steigerung der Effizienz. Design, Energie, Material - in allen Bereichen gibt es noch viel zu tun, schlussfolgern die Experten. Aber alles liege im Bereich des möglichen. Nun sei es an der Regierung, die Vision zu teilen und eine dementsprechende Strategie zu entwickeln, die möglich macht, dass man die Ziele auch erreicht.

Regierung muss handeln

Doch genau da hapert es. Der Luft- und Raumfahrtsektor in Großbritannien ist der größte in Europa und nach dem in den USA der zweitgrößte auf der Welt. Noch. Auch wenn er massives Potenzial berge habe man auf der Insel keine klare Vision, was man in Zukunft erreichen wolle. Entsprechend würden auch die Investitionen nicht zielgerecht gelenkt. Dadurch könne das Land hinter der Konkurrenz zurückbleiben, warnt die Institution of Mechanical Engineers. Mache man alles richtig, so könne man in den nächsten zwanzig Jahren dagegen schon 25'000 neue Flieger verkaufen. Diese hätten einen Wert von etwa 3000 Milliarden Euro.

Man habe das Knowhow, die Zukunft der Luftfahrt mit Neuentwicklungen bei den Antrieben, der Technik und und der Materialien zu gestalten. Dem im Weg stehe nur der Kurs der Regierung. Die Investitionen stünden auf einem Rekordtief, heißt es in der Studie. Bleibe das so, dann werde man schon bald von der Konkurrenz überholt. Und diese komme momentan hauptsächlich aus den aufstrebenden Staaten wie China, Indien oder Russland. Wolle man dahinter nicht zurückbleiben, müsse man die momentane Stagnationsphase hinter sich lassen.

Mehr zum Thema

Die Boeing 777-9, die größere Variante der 777X am am Gate in Seattle/Tacoma: Passt.

Boeing sammelt Bestellungen für mehr als 130 Flugzeuge ein - darunter 28 Boeing 777X

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack