Absturz der PK-SNFGriechische Ermittler holen Pilatus PC-6 vom Meeresgrund

Der überlebende Pilot des vor Kreta abgestürzten Flugzeuges hat sich bereits zum Unglück geäußert. Die Ermittler holen nächste Woche den Pilatus PC-6 vom Meeresgrund, um mehr zu erfahren.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich war eine Überquerung des Mittelmeeres geplant. Von Kreta aus wollten die beiden Piloten am Donnerstag (15. Dezember) in rund fünf Stunden mit dem fabrikneuen Pilatus PC-6 ins ägyptische Hurghada fliegen. Um 9:45 Uhr Ortszeit waren sie bereit und beschleunigten auf Piste 09 des Heraklion International Airport Nikos Kazantzakis.

Das Flugzeug mit der Seriennummer 1019 und dem Kennzeichen PK-SNF hob in den blauen Himmel über der griechischen Insel ab. Doch schon zwei Minuten später sandte der jüngere der beiden Piloten den Notruf Mayday, Mayday, wie die Zeitung Etnos berichtet. Er wendete den Pilatus Porter und versuchte, zurück zum Flughafen von Heraklion zu gelangen.

Maximal etwas über 400 Meter

Doch das gelang nicht mehr. Nach insgesamt rund vier Minuten Flugzeit stürzte der letzte je gebaute Pilatus PC-6 bei Kako Oros ins Meer - rund 300 Meter von der Küste Kretas und 6,5 Kilometer vom Flughafen entfernt. Aufzeichnungen des Flugverfolgungsdienstes Flightradar 24 weisen für den Flug rund 425 Meter als maximal erreichte errechnete Höhe aus.

Zu den möglichen Ursachen des Absturzes gibt es verwirrende Berichte. Gemäß dem staatlichen Rundfunk ERT könnte es beim Pilatus PC-6 Porter ein technisches Problem gegeben haben. Dies habe der überlebende 26-jährige südafrikanische Pilot (das Alter wird je nach Quelle auch mit 32 oder 34 Jahren angegeben) so zu Protokoll gegeben, heißt es im Bericht. Er wurde nach wenigen Stunden bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

«Ich bin erledigt»

Doch es gibt auch andere Darstellungen. Der Überlebende soll demnach gesagt haben, dass sein 68-jähriger Kollege (je nach Quelle auch 62 Jahre) gleich beim Start über Unwohlsein geklagt habe. Gemäß der Zeitung Cretapost soll der ältere Pilot starke Schmerzen in der Brust verspürt haben. Beim Versuch, dem älteren Kollegen zu helfen, könnte der jüngere die Kontrolle über das Flugzeug verloren haben, so das Blatt.

Die griechische Küstenwache und Seerettung waren schnell an der Absturzstelle. Als sie ankamen, fanden sie den jüngeren Mann im Wasser treibend. «Sein Arm war wie versteinert, er war durch die Anstrengung regelrecht verhärtet, und er sank. Er konnte nicht mehr schwimmen. Er stand unter Schock, war unterkühlt und zitterte. Er hat geschrien ‹Ich bin erledigt›», erzählte ein Retter dem Lokalfernsehen von Kreta. Der andere Mann war bewusstlos. Offenbar wurden 40 Minuten lang Wiederbelebungsversuche unternommen. Doch im Krankenhaus konnte nur noch der Tod des Älteren festgestellt werden.

Wrack des Pilatus PC-6 wird geborgen

Die Ermittlungen zum Absturz der PK-SNF werden jetzt vom griechischen Ausschuss für Unfalluntersuchung und Flugsicherheit durchgeführt. Nächste Woche soll ein Spezialteam mithilfe der Marine den gesunkenen Pilatus Porter bergen. Unklar ist, ob das Flugzeug mit einer Blackbox ausgerüstet war, die Antworten auf die Frage geben könnte, was an Bord passiert ist und zum Absturz geführt hat.

Mehr zum Thema

Letzter Pilatus PC-6 auf Überführungsflug vor Kreta ins Meer gestürzt

Letzter Pilatus PC-6 auf Überführungsflug vor Kreta ins Meer gestürzt

Der allerletzte PC-6 hat das Werk von Pilatus verlassen

Der allerletzte PC-6 hat das Werk von Pilatus verlassen

Der Pilatus PC-6 Porter wurde von 1959 bis 2022 ununterbrochen hergestellt. Er gehört damit damit zu den am längsten produzierten Flugzeugen der Welt.

Pilatus PC-6 wird nicht mehr gebaut

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies