Flieger von Small Planet: Die Airline gab in Deutschland alle Jets  zurück.

Flotte weg und normale InsolvenzGläubiger von Small Planet bekommen wenig Geld

Die Übernahme ist gescheitert, die Flotte aufgelöst. Der Sachwalter von Small Planet warnt: Viel gibt es nicht mehr zu holen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die insolvente Small Planet Airlines Deutschland hat keine Flugzeuge mehr. Nachdem zwei Airbus A321 Anfang November noch mit der Hoffnung auf einen Neustart in Paderborn geparkt waren, bestätigte Sachwalter Joachim Voigt-Salus nun gegenüber aeroTELEGRAPH: «Die Flugzeuge sind inzwischen an die Leasinggeber zurückgegeben.»

Am Montagabend war klar geworden, dass die geplante Übernahme der deutschen Fluglinie durch die niederländische SF Aviation Holding gescheitert ist. Damit waren auch die Hoffnungen auf eine baldige Wiederaufnahme des Flugbetriebs verflogen.

Gläubiger können Forderungen anmelden

Bisher befindet sich Small Planet Airlines Deutschland in einer vorläufigen Insolvenz in Eigenverwaltung. Solch ein Verfahren eignet sich vor allem für Unternehmen, bei denen Chancen bestehen, das Geschäft fortzuführen. Nach dem Scheitern des Verkaufs werde die Airline den Antrag auf Eigenverwaltung nun zurücknehmen, so Sachwalter Voigt-Salus. Er rechnet für den 1. Dezember mit der Eröffnung eines normalen Insolvenzverfahrens.

«Die Gläubiger können dann ihre Forderungen zur Tabelle anmelden», erklärt der Anwalt. Das gilt für alle Forderungen, die vor der Stellung des Insolvenzantrages am 18. September entstanden sind und nicht bezahlt wurden. «Die Quotenaussicht wird jedoch denkbar gering sein», dämpft der Sachwalter die Erwartungen. «Größte Gläubigergruppe werden die Passagiere sein, die Entschädigungen für Verspätungen geltend machen können.»

Für Geschäftspartner kann es teuer werden

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat eine weitere wichtige Folge für zum Beispiel Lieferanten und Dienstleister: Der Insolvenzverwalter kann nun im Sinne der Gläubiger versuchen, die Insolvenzmasse zu vergrößern. Dazu kann er von Geschäftspartnern Geld zurückfordern, das die Fluglinie bis zu vier Jahre vor der Insolvenz an dieses gezahlt hat.

Die Bedingung bei diesen Anfechtungen: Der Insolvenzverwalter muss aufzeigen, dass diese Partner von den Zahlungsschwierigkeiten der deutsche Charterfluggesellschaft wussten, etwa durch nicht pünktlich gezahlte Rechnungen oder durch Stundungsbitten.

Mehr zum Thema

Small-Planet-Jet: Bleiben in Deutschland am Boden.

Übernahme von Small Planet ist gescheitert

Flieger on Silver Airways: Hebt nicht mehr ab.

Silver Airways stellt alle Flüge ein

Der Flughafen Hahn: Der Airport ist für eine unbekannte Summe an die Triwo AG verkauft worden.

Regionalflugplatzbetreiber kauft Flughafen Hahn

Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der außerordentlichen Hauptversammlung im Juni 2020: Ein Wendepunkt.

Carsten Spohrs dunkelste Stunde in der Corona-Krise

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg